Dienstag, 24. Februar 2004

Gute Nachricht: Strom- und Gas-Preise bleiben stabil!

  • Energieregulator Walter Boltz: Gas sollte 2004 billiger werden
  • 2003 gaben Austro-Haushalte für Energie gaben 7,7 Mrd. € aus

Endlich eine gute Nachricht für Österreichs Haushalte: Die Strompreise sollten heuer zumindest konstant bleiben, während beim Gas die Rücknahme der Erhöhungen aus dem Vorjahr möglich sein sollte. Die Großhandelspreise für Strom dürften sich heute bei unter 30 Euro je MWh einpendeln. Preissteigerungen seien nicht zu erwarten, so Energieregulator Walter Boltz am 24. Februar bei der Präsentation des dritten Jahresberichtes der E-Control.

Bei den Netztarifen, die bei den Haushalten rund zwei Drittel des Nettostrompreises (ohne Steuern und Abgaben) ausmachen, könnte es spätestens Anfang 2005 eine neue Tarifsenkungsrunde geben.

Im Großhandelsbereiche seien die hohen Preise des Jahres 2003 mit über 30 Euro je MWh Grundlaststrom eher als Ausnahme zu sehen, sagte Boltz am Dienstag bei der Präsentation des dritten Jahresberichtes der E-Control. Sollte es keine drastischen Änderungen der derzeitigen Situation geben und das erwartete normale Wasserjahr eintreffen, gebe es es keine Veranlassung für Preiserhöhungen.

Auch längerfristig dürften die Preise im europäischen Stromgroßhandel die 30 Euro-Marke nicht wesentlich überschreiten. Die Erzeugungskosten bei einem neuen Gaskraftwerk lägen bei knapp über 30 Euro je MWh. Zwar seien die Kosten des Emissionshandels derzeit noch nicht absehbar, es könne und werde aber punktuelle Preisausschläge geben.

Bei den Netztarifen sei der Boden noch nicht erreicht, so Boltz. Es gebe noch Senkungspotenzial durch steigende Volumina, weitere Rationalisierungen und sonstige Kostensenkungspotenziale. Die Netztarife seien innerhalb Österreichs nach wie vor sehr unterschiedlich, Preissenkungspotenzial sei aber überall noch vorhanden. (APA/Red.)

24.2.2004 15:10