Dienstag, 24. Februar 2004

92% der Österreicher überzeugt: Der Euro ist ein Teuro!

  • Neue Umfrage zeigt: Euro akzeptiert, aber nicht geliebt!
  • PLUS: Testen Sie - Rechnen Sie noch in Schilling?

Herr und Frau Österreicher haben den Euro zwar akzeptiert und sich an ihn einigermaßen gewöhnt, aber so richtig "geliebt" wird die neue Währung noch nicht. Dies ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungs- instituts "Spectra", die im Jänner durchgeführt und deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

77 Prozent der Befragten sagten, ihr "Gefühl" für den Euro sei immer noch etwas schlechter als für den Schilling, 22 Prozent bezeichneten ihr Verhältnis zum Euro gleich gut wie zum Schilling, der Rest machte keine Angaben zu dieser Frage.

53 Prozent gaben an, sie hätten sich inzwischen mit dem Euro sehr gut oder gut "angefreundet". Weitere 27 Prozent sagten, sie hätten sich "mittel" und 13 Prozent "weniger" mit der neuen Währung angefreundet, sieben Prozent "noch gar nicht".

Analog dazu sagten auch jetzt im Jänner noch 50 Prozent, ihnen sei der Abschied vom Schilling schwer gefallen, 24 Prozent gaben an "mittel" und 26 Prozent meinten, der Währungsumstieg sei ihnen ein Leichtes gewesen.

Fast jedem zweiten der Befragten ist der Euro "noch nicht so sympathisch" wie der Schilling, 40 Prozent sagten, beide Währungen seien ihnen "gleich sympathisch", nur zehn Prozent hegen mehr Sympathie für den Euro als für den Schilling. Der Rest der Befragten sagte dazu nichts.

Jeder Dritte hat sich an Euro gewöhnt
Alles in allem gaben aber 78 Prozent an, sie hätten sich an den Umgang mit dem Euro "gewöhnt", 22 Prozent haben dies noch nicht geschafft.

92% sind überzeugt: Euro ist ein Teuro
Die Überzeugung, dass durch die Euro-Einführung vieles teurer geworden sei, ist nicht nur weit verbreitet, sie hat sogar noch zugenommen: Bei der jetzigen Umfrage vertraten nicht weniger als 92 Prozent diese Ansicht, bei einer ähnlichen Befragung im Juli vergangenen Jahres waren es "nur" 87 Prozent gewesen. (APA)

24.2.2004 10:47