Nationalbank: Schließung mehrerer Landes-Filialen geplant
- In 5 Jahren nur mehr Regionalzentren in Graz, Innsbruck & Linz
- Defizit 0,97 Mrd. Euro: Leistungsbilanz drehte '03 ins Minus
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Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) wird regional völlig neu organisiert. Noch diese Woche könnten im Direktorium die ersten Weichen gestellt werden, heißt es. Besonders intensiv werde zur Zeit über die Schließung von Zweiganstalten in den Landeshauptstädten diskutiert. Als Erstes sollen die Filialen St. Pölten, Eisenstadt und Bregenz geschlossen werden.
Der für die Reorganisation zuständige OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek bestätigt in der Tageszeitung "Der Standard" gegenüber die Linie: "Wir überdenken unser regionales Dienstleistungsangebot und arbeiten an der Projektstruktur. Ab Jahresmitte beginnen wir mit der Umzusetzung."
Über eine bevorstehende Schließung der Filiale in St. Pölten herrschten seit Wochen in Niederösterreich bereits heftige Spekulationen. In der Bank-Szene in der Landeshauptstadt sei davon die Rede, dass St. Pölten und Eisenstadt in Zukunft von Wien aus betreut werden sollten, hatten die "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) letzte Woche berichtet.
Über die Neuordnung der "Bank der Banken" wird schon geraume Zeit nachgedacht. Im Regierungsübereinkommen der schwarz-blauen Koalition wird der OeNB wie berichtet ausdrücklich auch "die Straffung der Organisation" verschrieben.
Wie die neue Aufgabenverteilung aussehen wird, lasse sich aus dem so genannten Regionalisierungskonzept ersehen, aus dem der "Standard" auszugsweise zitiert. In der ersten Umbauphase sollen die niederösterreichische, burgenländische und Vorarlberger Zweigstelle zugesperrt werden. Betroffen wären rund 10 Mitarbeiter.
Der größere Plan dahinter: In rund fünf Jahren soll die OeNB nur noch in Wien und drei Regionalzentren in Graz, Innsbruck und Linz vertreten sein, heißt es in dem Bericht weiter. Die Standorte Klagenfurt und Salzburg könnten ihnen allenfalls als unselbstständige Filialen unterstellt werden. Derzeit beschäftigt die Notenbank in den Bundesländern rund 50 Mitarbeiter. (APA/Red.)
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