Freitag, 27. Februar 2004

Nullnummer: Keine Tore bei GAK gegen Austria

  • Wiener Veilchen bleiben damit an der Tabellenspitze
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Austria Wien bleibt Tabellenführer der österreichischen Fußball-T-Mobile Bundesliga. Der Titelverteidiger erreichte am Sonntag im Schlager beim ersten Verfolger GAK ein 0:0 und liegt damit weiter einen Punkt vor den Grazern. Rapid rangiert mit drei Zählern Rückstand bei einem Spiel weniger auf Platz drei. Das Spitzenspiel wurde den hohen Erwartungen zunächst nicht gerecht, es entwickelte sich ein taktisches Geplänkel. Austria-Trainer Löw setzte auf eine Defensiv-Variante mit Dheedene statt Janocko auf der linken Mittelfeld-Seite, um die Kreise von GAK-Neuverpflichtung Sionko einzuengen.

Das Konzept des Deutschen ging auf, denn weder der Tscheche noch seine Teamkollegen vermochten Austria-Goalie Didulica, der vom kroatischen Teamchef Otto Baric im Hinblick auf die EURO 2004 beobachtet wurde, ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Harmlose Schüsse von Hassler (16.) und Tokic (28.) waren in der ersten Hälfte die einzige Ausbeute der vor dem Seitenwechsel feldüberlegenen Grazer. Die Austria überzeugte in dieser Phase lediglich in der Defensive, im Spiel nach vorne gelang dem Titelverteidiger mit Ausnahme einer Chance von Rushfeldt, der den Ball nach Vastic-Idealpass am langen Eck vorbeischoss, wenig bis gar nichts.

Mit Fortdauer der zweiten Hälfte legten beide Teams ihre taktischen Zwänge langsam ab, womit die Partie an Spannung gewann. Die Wiener hatten nach der Pause den besseren Start und fanden durch Kitzbichler (48./daneben), Dheedene (56./Schranz-Faustabwehr) und Vastic (61./Freistoß drüber) gute Möglichkeiten vor. Dann aber steigerte sich der GAK: In der 64. Minute wurde Kollmann von Verlaat in letzter Sekunde noch am Torschuss gehindert, eine Minute später zog der Teamstürmer nach Pötscher-Vorlage allein aufs Austria-Tor, scheiterte aber an Didulica und ließ damit die größte Chance der Schachner-Elf in diesem Match aus.

Die letzten Einschussmöglichkeiten für die Hausherren vergaben Ehmann (69.) per Kopf und wieder Kollmann, als der Stürmer nach Dollinger-Freistoß-Flanke, bei der Didulica keine gute Figur machte, und Tokic-Querpass aus allerdings etwas spitzem Winkel nur das Außennetz traf.

Obwohl Löw rund 20 Minuten vor Schluss mit der Einwechslung von Janocko und Helstad die Offensive verstärkte, schienen sich die "Veilchen" mit dem 0:0 zufrieden zu geben. Dabei hätte es in der 91. Minute fast noch zum Siegestreffer gereicht, aber ein scharfer Schuss von Afolabi aus rund 20 m ging nur an die Kreuzlatte. Trotz der erfolgreich verteidigten Tabellenführung blieb ein Wermutstropfen für die Austria, denn Rushfeldt sah Gelb und fehlt damit im Derby am kommenden Sonntag.

Pikantes am Rande: GAK-Mittelfeldspieler Didi Ramusch wurde vor der Partie für 500 Bundesliga-Partien geehrt, hält aber weiter bei 499, weil er nicht eingewechselt wurde.

GAK vs. Austria Wien technisch
Schwarzenegger-Stadion, 11.752 Zuschauer, SR Guido Wildhaber (SUI).

GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Pogatetz - Sionko, Muratovic (82. Sick), Aufhauser, Dollinger - Hassler (85. Bazina), Kollmann

Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Verlaat, Ratajczyk - Kitzbichler (71. Helstad), Blanchard, M. Wagner, Dheedene (71. Janocko) - Vastic, Rushfeldt (91. Dundee)

Gelbe Karten: Aufhauser, Muratovic, Ehmann bzw. Verlaat, Afolabi, Ratajczyk, Vastic, Rushfeldt (damit im Derby gesperrt)

(APA/red)

27.2.2004 14:29