Spitzenduell: Schachner macht Jagd auf "angeschlagenen Löwen"
- GAK fiebert Sonntags-Schlager gegen die Austria entgegen
- Mit einem Sieg winkt die Tabellenführung für "Schoko"
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Mit der Begegenung GAK gegen Austria Wien steht am Sonntag (16:30 Uhr) der erste große Frühjahrsschlager der T-Mobile-Bundesliga auf dem Programm. Während Austria-Coach Joachim Löw nach dem 0:1 gegen Pasching die Zügel beim Meister straffer zieht und einen freien Tag gestrichen hat, bereitet sich Ex-Austria-Trainer Walter Schachner mit den Grazern in aller Ruhe auf das Duell Zweiter (40 Punkte) gegen Erster (41) vor. Das Kribbeln ist aber auch bei den Steirern bereits zu spüren. "Jeder Einzelne ist angespannt", berichtete "Schoko" Schachner.
Mit einem vollen Erfolg über die Wiener würden die "Rotjacken" erstmals in dieser Saison an die Tabellenspitze stürmen. Schachner wäre damit zum ersten Mal seit Oktober 2002 wieder Tabellenführer der heimischen Bundesliga - damals war der frühere ÖFB-Teamspieler trotz Platz eins in der Meisterschaft als Austria-Cheftrainer von Christoph Daum abgelöst worden.
"Mit einem Sieg wären wir Tabellenführer. Allein diese Worte in den Mund nehmen zu können ist schon super", meinte Schachner, der das durch das schlechte Wetter teilweise eingeschränkte Training voll auf den kommenden Gegner abgestimmt hat und am Freitag mit seinen Mannen noch ein Teambuilding-Seminar absolviert.
Dreikampf um den Titel
Ein GAK-Coup wäre laut Schachner "für die Fans und alle im Verein etwas Besonderes. Auch für den gesamten Fußball in Österreich wäre es toll, denn heuer könnte sich zwischen Austria, Rapid und GAK ein packender Dreikampf entwickeln", hofft der 47-Jährige auf viel Spannung im Titelkampf. "Eine Vorentscheidung ist diese Partie aber auf keinen Fall - egal wie sie ausgeht", stellte Schachner klar. Die Grazer erwarten für diesen Schlager an die 13.000 Besucher, bis Mittwochabend waren 7.500 Tickets verkauft.
"Angeschlagene Löwen" sind gefährtlich
Bei seinem violetten Ex-Klub hängt der Haussegen nach der Heimpleite gegen Pasching schief. Trainer Löw verordnete Michael Wagner und Co. aus Ärger über die Niederlage für Donnerstag Krafttraining statt Ausspannen. Eine allzu große Verunsicherung erwartet Schachner aber von den Gästen im Schwarzenegger-Stadion nicht. "Austria hat zu viel Klasse um vor uns zu zittern. Und ein angeschlagener Löwe kann ohnehin am gefährlichsten sein."
Seine sportlich erfolgreiche, aber unrühmlich zu Ende gegangene Ära bei der Austria (2. Juni - 4. Oktober 2002) hat Schachner zumindest nach außen hin längst verdrängt. "Ich verfolge das Geschehen bei der Austria nur über die Medien. Wir haben selbst genug zu tun, da bleibt keine Zeit", meinte Schachner.
(apa/red)
