Mittwoch, 25. Februar 2004

F1-Saison 2004: Wiederholung oder Wachablöse?

  • Weltmeister Schumacher rechnet mit knappem Titelrennen
  • Rivalen sind zuversichtlich, Klien will in Debütsaison überzeugen

Der Weltmeister will die Wiederholung, die Widersacher wollen die Wachablöse: Auch 2004 dreht sich in der Formel 1 alles um die Frage, ob Seriensieger Michael Schumacher seine Solofahrt zum nächsten Titel - es wäre der insgesamt siebente und fünfte in Serie - fortsetzen kann oder die kampfstarken Konkurrenten endlich den Champion nach vier Jahren erstmals wieder ausbremsen können.

Für Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ist die Sache schon vor dem Saisonstart am 7. März in Melbourne klar. "Dieses Mal holt Kimi Räikkönen den Titel", tippt der Engländer auf den 2003 nur knapp gescheiterten Finnen und damit auf einen Machtwechsel. Laut Niki Lauda könnte den Reifen die Schlüsselrolle im WM-Rennen zukommen. Der dreifache Weltmeister sieht klare Vorteile für Williams-BMW und McLaren-Mercedes wegen der Michelin-Pneus.

Michael Schumacher lassen diese Prognosen völlig kalt. Der Ferrari-Star vertraut auf seine eigenen Stärken und die seines Teams. "Ich will wieder den Titel", kündigt der Deutsche an. "Ich bin bereit. Wir alle sind bereit für die neue Herausforderung." Allerdings rechnet der Rekord-Weltmeister mit einer denkbar knappen Entscheidung. "Es war im Vorjahr eng, und es wird wieder eng."

McLaren-Mercedes-Mann Räikkönen und das Williams-BMW-Duo Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya dürften wieder die schärfsten Rivalen des 70-fachen Grand-Prix-Gewinners sein. Vor allem die Drohungen des jüngeren "Schumis", bei Duellen nicht mehr zurückzustecken, deuten auf einen verbissenen Bruderkampf hin. "Dieses Jahr müssen wir den Titel holen", setzt sich Ralf Schumacher unter gewaltigen Erfolgsdruck.

Auch Räikkönen, der Michael Schumacher 2003 nur um zwei Zähler unterlegen war, fühlt sich für das WM-Rennen gewappnet. "Die Erfahrungen aus der abgelaufenen Saison haben mich schnell gemacht, mein Selbstvertrauen gestärkt", betont der junge Finne.

Der Vorarlberger Christian Klien hat in seiner Debütsaison natürlich andere Ziele. "Ich will eine gute Saison fahren, möglichst keine Fehler machen und einige Punkte sammeln", lautet die Zielsetzung des 21-Jährigen. (APA)

25.2.2004 09:46
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