2. Damen-Slalom in Levi: Deutsche Riesch siegt vor Görgl
- Österreicherin muss sich um 32 Hundertstel geschlagen geben
- Pärson und Götschl ausgeschieden, Weltcup damit weiter offen
·Das Ergebnis
2. Damen-Slalom im finnischen Levi
·1. Levi-Slalom
Samstag: Heimsieg für Poutiainen
·Weltcup-Krimi
Die Rennen beim Finale in Sestriere
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
·ABSTIMMEN!!!
Wer holt sich den Gesamt-Weltcup?
·Die Siegerinnen
Alle Stockerlplätze der Damen 2003/04
·Die Sieger
Alle Stockerlplätze der Herren 2003/04
·Bravo Hermann Maier & Co.!
Gratulieren Sie hier unseren Ski-Stars!
Die Weltpremiere des alpinen Ski-Weltcups in Finnland wird in die Geschichte eingehen. Einen Tag nach dem ersten Weltcup-Sieg von Lokalmatadorin Tanja Poutiainen gewann das deutsche Multitalent Maria Riesch am Sonntag den zweiten Slalom und damit erstmals in dieser Disziplin. Die Österreicherin Elisabeth Görgl wurde wie schon am Samstag Zweite, diesmal verpasste sie ihren ersten Sieg trotz erneuter Laufbestzeit im Finale um 0,32 Sekunden.
Während die 19-jährige und 1,81 m große Riesch damit in ihrer zweiten vollen Weltcup-Saison in bereits drei Disziplinen gewonnen hat - Ende Jänner siegte die mehrfache Junioren-Weltmeisterin in Haus in Abfahrt und Super G - verpasste Anja Pärson in Finnland die Riesenchance, den Weltcup vorzeitig für sich zu entscheiden. Einen Tag nach ihrem mageren vierten Platz schied die bisherige Saison-Dominatorin am Sonntag im zweiten Durchgang aus.
Schwaches Wochenende von Pärson
Pärson ("Ich habe immer gesagt, dass ich nicht unschlagbar bin") zeigte damit erstmals heuer Nerven, experimentierte bei Extrem-Temperaturen von minus 25 Grad in Levi mit den Ski, lieferte aber ihr bisher schwächstes Wochenende ab. Renate Götschl konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Am Samstag nicht qualifiziert, schied die Steirerin am Sonntag schon im ersten Durchgang aus. Für sie hat sich die weite Reise nach Lappland nicht gelohnt.
Bei 173 Punkten Rückstand auf Pärson hat Götschl beim Finale in Sestriere damit aber weiter die theoretische Chance auf die große Kristallkugel. Sie und Pärson sind dort für jeweils drei Disziplinen qualifiziert. "Ich hatte gehofft, mich wenigstens einmal zu qualifizieren", gestand Götschl. "Man kann aber nicht sagen, dass sich dieser Ausflug nicht gelohnt hat, denn ich hatte ohnehin nichts anders zu tun", so die Speed-Spezialistin aus der Steiermark. Zur aufrechten Weltcup-Chance meinte sie: "Für mich sind weiterhin die schnellen Disziplinen das Wichtigste, es ist ja meine Comeback-Saison."
ÖSV-Damen im 2. Slalom stärker
Die ÖSV-Damen zeigten sich gegenüber dem Vortag stark verbessert. Sabine Egger lieferte als Achte ihr zweitbestes Saisonergebnis ab. "Nachdem ich zuletzt wie eine Touristin gefahren bin, nehme ich jeden Top-Ten-Platz mit Handkuss", freute sich die Kärntnerin. Marlies Schild wurde wenige Wochen nach ihrer Knie-Operation Zwölfte, nur Talent Michaela Kirchgasser brachte ihren zehnten Platz aus dem ersten Lauf nicht ins Ziel. Zwar schaffte die junge Salzburgerin trotzdem gerade noch die Qualifikation für Sestriere, ihren Sturz bezahlte sie aber mit einer Knieverletzung.
Am beeindruckendsten fuhr aber erneut Görgl. Wie am Samstag erzielte die 23-Jährige im Finale mit einer furiosen Fahrt Laufbestzeit und fuhr von Platz fünf auf zwei. Nicht wenige hatten die Steirerin sogar schon als Siegerin gesehen. "Ehrlich gesagt hatte ich schon gehofft, dass es sich ausgeht, denn mein zweiter Lauf war sehr gut. Aber offenbar ist mein erster Erfolg eine schwierige Geburt", sagte die ehrgeizige Tochter von Traudl Hecher. Der Sieg bleibt das große Saisonziel von "Lizz". "Vielleicht klappt es ja beim Finale."
(apa/red)
