Herren-Slalom: Norwegischer Doppelsieg in Kranjska Gora
- Karlsen gewann vor Stiansen - Matt 3. und Schönfelder 5.
- Halbzeit-Leader Pranger out, "Nullnummern" für Raich und Miller
·Das Ergebnis
Slalom der Herren in Kranjska Gora
·Weltcup-Leader
Miller nach Sieg im Kranjska-RTL vorne
·Weltcup-Krimi
Die Rennen beim Finale in Sestriere
·Bravo Hermann Maier & Co.!
Gratulieren Sie hier unseren Ski-Stars!
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
·Die Sieger
Alle Stockerlplätze der Herren 2003/04
·Die Siegerinnen
Alle Stockerlplätze der Damen 2003/04
Die norwegischen Weltcup-Slalom-Fahrer haben am Sonntag in Kranjska Gora einen Doppelsieg gefeiert: Truls Ove Karlsen gewann in 1:42,72 Minuten 0,08 Sekunden vor seinem Landsmann Tom Stiansen. Für die Österreicher, die mit einer Dreifachführung ins "Finale" gegangen waren, blieb der dritte Rang durch Mario Matt (0,27) als schwacher Trost.
Rainer Schönfelder wurde Fünfter und verteidigte damit die Führung im Slalom-Weltcup, ein Rennen vor Schluss liegt der Kärntner 55 Punkte vor dem Finnen Kalle Palander. Nur noch dieses Duo hat am 14. März beim Weltcup-Finale in Sestriere die Chance auf die "Kleine Kristallkugel", denn der drittplatzierte Benjamin Raich weist bereits 108 Punkte Rückstand auf Schönfelder auf.
Pranger: "Ich bin kein Nerverl"
Der tragische Held des Tages war einmal mehr Manfred Pranger, der Halbzeit-Leader aus Tirol schied auf dem Weg zu seinem lang ersehnten ersten Weltcup-Sieg aus. "Ich bin kein Nerverl", stellte der 26-Jährige Pranger aber klar und fügte hinzu: "Wenn man ganz vorne dabei sein will, muss man am Limit fahren." Pranger, WM-Fünfter 2003 in St. Moritz, hält nach wie vor bei vier Stockerl- und 17 Top-Ten-Plätzen - nur ein Sieg fehlt ihm in der Sammlung.
Enttäuschend verlief der Slalom-Sonntag aber auch für die beiden Gesamt-Weltcup-Aspiranten Benjamin Raich und Bode Miller. Der US-Amerikaner, am Samstag gefeierter Riesentorlauf-Sieger, begrub mit einem schweren Schnitzer im ersten Lauf alle Chancen, wurde nur 50. und verpasste das Finale der Top 30. Raich belegte nach dem ersten Durchgang Platz sieben, schied im zweiten Lauf jedoch aus.
Maier und Eberharter als heimliche Sieger
Damit durften sich auch die beiden gar nicht am Start gewesenen ÖSV-Stars Hermann Maier und Stephan Eberharter als heimliche Sieger fühlen - die Lage im Gesamt-Weltcup blieb nämlich völlig unverändert. Sechs Rennen vor Schluss (zwei Abfahrten, zwei Super G, ein Slalom, ein Riesentorlauf) liegt Miller (1.084 Punkte) vor Maier (1.076), Raich (999) und Eberharter (961) knapp in Front. Der Weltcup setzt sein Programm am kommenden Wochenende mit einem Super G und einer Abfahrt in Kvitfjell/Norwegen fort.
Neuerlich ein kräftiges Lebenszeichen gab Mario Matt von sich. Wie in St. Anton war der Tiroler Dritter und damit bester Österreicher. "Ich wäre gerne noch weiter vorne gewesen, aber mit Platz drei muss ich zufrieden sein. Das ist mehr als ich vor der Saison erwartet habe", freute sich der Weltmeister von 2001, der vergangene Woche drei Tage lang das Bett hatte hüten müssen.
Rainer Schönfelder steht unmittelbar vor dem Gewinn des Slalom-Weltcups - dementsprechend glücklich war der 26-Jährige: "Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen und bin mit jedem Top-Ten-Ergebnis zufrieden", betonte der "Petzenbär" mit Afro-Look, der im zweiten Lauf nicht richtig ins Fahren gekommen war.
(apa/red)
