Samstag, 28. Februar 2004

Skispringen: Doppelsieg für Norwegens Skispringer in Lahti

  • Morgenstern als bester Österreicher nur Zwölfter
  • PLUS: Die aktuellen Weltcup-Wertungen der Skispringer!

Norwegens Skispringer haben am Sonntag erstmals in der Geschichte auch am Weltcup-Ort Lahti gewonnen: Björn-Einar Romören siegte mit 125,5 und 126 Metern 3,4 Zähler vor seinem Landsmann Roar Ljökelsöy. Der nach dem ersten Durchgang führende Finne Janne Ahonen fiel auf Platz drei zurück, hat in der Weltcup- Gesamtwertung aber drei Springen vor Schluss 172 Punkte Vorsprung auf Verfolger Ljökelsöy.

Die Österreicher lieferten das schwächste Saisonergebnis ab: Thomas Morgenstern landete als bester Adler an zwölfter Stelle, neben ihm punktete nur noch Wolfgang Loitzl als 19. Reinhard Schwarzenberger, Andreas Goldberger und Andreas Kofler waren im zweiten Durchgang nur noch Zuschauer, Andreas Widhölzl hatte schon am Freitag die Qualifikation verpasst.

Lepistö als ÖSV-Coach abgelöst
ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer hat noch am Sonntag die Konsequenz aus dem schwachen Abschneiden und der schlechten Stimmung zwischen Trainer Hannu Lepistö und der Mehrzahl der Athleten gezogen. "Hannu Lepistö wird die Coaching-Tätigkeit vorzeitig beenden", erklärte Innauer und setzte Co-Trainer Stefan Horngacher und Michael Beismann, den Co-Trainer der zweiten Trainingsgruppe, als Betreuer für die letzten drei Weltcup-Bewerbe in Kuopio (Mittwoch), Lillehammer (Freitag) und auf dem Holmenkollen in Oslo am kommenden Sonntag ein.

Innauer kritisierte, dass der Trainer zuletzt nach außen hin teilnahmslos gewirkt habe, das interne Klima sei eine Belastung für die Sportler gewesen. "Die Trainer sollen jetzt versuchen, eine Euphorie zu entfachen und dem Team neuen Geist einhauchen, das Springen soll Spaß machen", sagte Innauer.

Drei Springer, die zuletzt am Wochenende im Kontinentalcup-Skifliegen in Vikersund erfolgreich waren, werden zum Team stoßen: Roland Müller (Doppelsieger von Vikersund), Balthasar Hauser (Zweiter, Dritter) und Martin Koch (Dritter). Auch mit Martin Höllwarth, der aus familiären Gründen (Sohn erkrankt, Gattin schwanger) aus Lahti heimgereist war, rechnet Innauer noch. "Das sollte sich regeln lassen, ich lege Wert darauf, dass er kommt."

Skispringen in Lahti:
1.Björn Einar RomörenNOR269,1 (125,5/126,0)
2.Roar LjökelsöyNOR265,7 (126,0/122,5)
3.Janne AhonenFIN265,6 (126,0/123,0)
4.Tommy IngebrigtsenNOR256,9 (125,5/119,5)
5.Georg SpäthGER253,1 (122,0/122,0)
6.Alexander HerrGER251,7 (122,0/121,5)
7.Tami KiuruFIN251,4 (119,0/123,5)
8.Simon AmmannSUI250,9 (120,0/122,5)
9.Noriaki KasaiJPN250,7 (123,0/118,0)
10.Matti HautamäkiFIN248,2 (119,0/122,0)
11.Sigurd PettersenNOR247,7 (119,0/122,0)
12.Thomas MorgensternAUT246,9 (122,0/118,0)
13.Hideharu MiyahiraJPN244,2 (119,0/119,5)
14.Rok BenkovicSLO243,6 (118,5/120,5)
15.Lars BystölNOR240,0 (118,5/118,5)
16.Akira HigashiJPN239,9 (122,0/115,5)
17.Janne HapponenFIN235,9 (120,5/114,5)
18.Peter ZontaSLO230,9 (122,5/110,0)
19.Wolfgang LoitzlAUT228,7 (118,0/113,0)
20.Michael UhrmannGER227,5 (123,5/118,5)
21.Akseli KokkonenFIN225,8 (116,0/114,5)
22.Johan ErikssonSWE225,7 (117,5/113,5)
23.Daiki ItoJPN224,9 (115,5/114,5)
24.Jussi HautamäkiFIN223,9 (118,0/112,0)
25.Anders BardalNOR222,1 (112,5/116,5)
26.Veli-Matti LindströmFIN222,0 (118,0/111,5)
27.Jakub JandaCZE220,6 (112,5/114,0)
28.Henning StensrudNOR218,0 (115,5/111,5)
29.Maximilian MechlerGER215,7 (116,0/110,0)
30.Morten SolemNOR207,2 (112,0/109,0)
weiter:
31.Reinhard SchwarzenbergerAUT104,0 Punkte/111,0 m
33.Andreas GoldbergerAUT103,2/110,0
38.Andreas KoflerAUT87,6/103,0
Nicht qualifiziert:
.Andreas WidhölzlAUT

Martin Höllwarth war aus privaten Gründen nicht am Start.
(APA)

28.2.2004 20:21