Freitag, 27. Februar 2004

Daviscup: Muster gab mündliches Okay zum Dreijahres-Vertrag mit ÖTV

  • Arbeit mit Stan Franker soll intensiviert werden
  • Auch Spieler bekommen neue Daviscup-Verträge

Der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet, aber Thomas Muster hat gegenüber ÖTV-Präsident Prof. Ernst Wolner sein mündliches Einverständnis zum auf vorerst drei Jahre befristeten Vertrag als neuer Daviscup-Kapitän gegeben. "Der Vertrag ist für beide Seiten okay. Die Vertragsunterzeichnung ist eine Lächerlichkeit. Muster wird sein Programm am 13. April im Rahmen einer Pressekonferenz zur Auslosung präsentieren", meinte Wolner gegenüber der APA.

Nur noch ein, zwei Kleinigkeiten müssen adaptiert werden, einer auch schriftlichen Verpflichtung steht nichts mehr im Wege. Und auch für Sportdirektor Stan Franker soll laut Generalsekretär Martin Reiter spätestens bis zur ÖTV-Generalversammlung am 20. März geklärt werden, in welcher Art und Weise die Zusammenarbeit verstärkt wird. "Fix ist, dass wir das Engagement intensivieren werden. Wir besprechen derzeit, wie dem österreichischen Tennis besser gedient ist, und haben dazu zwei Optionen", erklärt Reiter. Die eine Variante wäre eine Fixanstellung auf zwei oder drei Jahre, die aber auf Grund der gesamten anfallenden Nebenkosten eine sehr teure wäre. Die andere, dass man die Anzahl der Siebentage-Arbeitswochen von derzeit zwölf auf bis zu 20 erhöht.

Die Daviscup-Verträge der Spieler werden erst nach der Auslosung am 13. April neu verhandelt. "Wir wollen auch, dass Thomas Muster bei der Gestaltung seine Vorstellungen einbringt. Außerdem wollen sowohl Spieler als auch ÖTV bei Heimspielen eine pauschale Bezahlung und keine prozentuelle Beteiligung am Veranstaltungserlös", meinte der Vorarlberger. Der Vertrag für das USA-Match wurde übrigens erst während des Länderkampfs in Uncasville unterschriftsreif verhandelt, Melzer-Manager Reinhold Kiss fungierte dabei als Spielervertreter. Reiter möchte aber weiter auch längerfristige Kontrakte aushandeln und nicht von Länderkampf zu Länderkampf neu verhandeln.

(apa/red)

27.2.2004 13:07