Donnerstag, 26. Februar 2004

Judokas duelleiern sich bei den Staatsmeisterschaften

  • Paischer hat Olympiaticket fix, Heill so gut wie
  • Übrige ÖJV-Kämpfer unter Zugzwang

Die Endabrechnung wird erst nach den Europameisterschaften vom 14. bis 16. Mai in Belgrad gemacht, aber mit Ludwig Paischer und Claudia Heill haben zwei österreichische Judoka das Olympia-Ticket schon so gut wie in der Tasche. Im Europa-Ranking ist in den einzelnen Gewichtsklassen ein Platz unter den besten neun Herren bzw. fünf Damen notwendig.

Ludwig ist in der Klasse bis 60 kg Führender und aus den Qualirängen nicht mehr zu verdrängen, Heill ist bis 63 kg Zweite. Am Samstag stehen in Leibnitz die Staatsmeisterschaften auf dem Programm.

Bei den heimischen Titelkämpfen ist die gesamte Elite mit Ausnahme von Andreas Mitterfellner (Daumenverletzung) am Start, die Athleten mit Olympia-Ambitionen nehmen den Wettkampf aber nur im Vorbeigehen mit.

"Er passt nicht wirklich ins Programm, weil wir ja fast jede Woche Turniere haben, aber dafür sind auch die Gegner andere", so Heill, Zweite zuletzt beim Weltcup in Hamburg, die aber ohnehin nach Leibnitz eine Wettkampfpause einlegt.

"Ziel ist es, das Olympia-Ticket vor den Europameisterschaften abzusichern, um dann dort top vorbereitet ohne Druck kämpfen zu können und nicht mehr zittern zu müssen", erklärte die Wienerin.

Bei den Herren ist der Gewinner des Weltcups von Hamburg aus den Top Neun nicht mehr zu verdrängen, Paischer ist froh, die Qualifikation in der ersten Wettkampfphase geschafft zu haben. "Die besten vier Ergebnisse aus zwei Jahren werden angerechnet, ich habe drei Siege und einen zweiten Platz, das heißt schon ein dritter Platz wird nicht mehr gezählt", rechnet Paischer vor. Der Athlet der JU Flachgau ist in Top-Form, hat heuer auch schon in Moskau gewonnen und war in Paris Zweiter.

Die Herren haben vor der EM noch Turniere in Prag (13./14.3.), Rotterdam (20./21.3.) und Minsk (27./28.3.), Paischers Kollegen Franz Birkfellner (-100 kg), Andreas Mitterfellner (-66 kg) und Daniel Mallaun (-73 kg) benötigen dringend Platzierungen, wollen sie bei der Vergabe der Olympia-Tickets noch ein Wort mitreden.

Das selbe gilt für Sabrina Filzmoser (-57 kg) und Silvia Schlagnitweit (-70 kg), die ebenfalls unter Zugzwang stehen. Gelingt die Qualifikation über die Europarangliste nicht, hilft nur noch der Gewinn von EM-Gold, um nach Griechenland zu reisen.

(apa/red)

26.2.2004 12:24