Präsidenten-Wahl: ÖVP kritisiert "Anzeigen-Materialschlacht" der SPÖ
- Lopatka: 22 Fischer-Anzeigen für 213.700 Euro
- Zwei Ferrero-Inserate kosten weniger als ein Zehntel
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ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka kritisiert die "Anzeigen-Materialschlacht" des SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer. Die SPÖ habe in den ersten fünf Tagen breits 213.700 Euro für 22 Fischer-Anzeigen in diversen Medien aufgewendet, die ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner dagegen für zwei Inserate "weniger als ein Zehntel" dieser Summe, so Lopatka gegenüber der APA. "Wenn die SPÖ das Tempo fortsetzt, müssten sie laut Wahlkampfübereinkommen am 18. März ihren Anzeigenwahlkampf einstellen.
Lopatka nahm aber auch die Inhalte der letzten Fischer-Inserate aufs Korn. Wenn Fischer die Anständigkeit nur für sich reklamiere, sei dies höchst unanständig. "Was heißt das denn, dieses Land braucht wieder mehr Anständigkeit - will Fischer damit Bundespräsident Thomas Klestil unterstellen, nicht dafür gesorgt zu haben, dass es Land nicht anständig zugeht?", empört sich der ÖVP-Generalsekretär.
Lopatka verweist auf den internationalen Korruptionsbericht. "Da hat Österreich heuer im Jänner von zehn möglichen Punkten acht erreicht. Vor uns liegen nur die skandinavischen Staaten. Wir sind jedenfalls besser als Deutschland und Italien. Deshalb ist es auch objektiv unhaltbar zu sagen, das Land braucht mehr Anständigkeit". Die ÖVP werde es "nicht zulassen, dass das Österreich und die Menschen schlecht gemacht werden. Fischer soll deutlich sagen, wer die unanständigen Österreicher seines Erachtens sind", forderte Lopatka den SPÖ-Kandidaten auf.
Der ÖVP-Generalsekretär forderte die SPÖ auf, keine Materialschlacht zu starten und damit eindeutig gegen das Fairnessabkommen zu verstoßen und "davon Abstand zu nehmen, Österreich als ein Land der Unanständigen hinzustellen". (apa)
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