Kabas-Kritik: Klestil hat Amt "eher ramponiert"
- Entscheidung über Nominierung eines FP-Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl noch offen
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Wiens scheidender FPÖ-Chef Hilmar Kabas, der Bundespräsident Klestil wiederholt ins Visier genommen hat, bekräftigt die Kritik am regierenden Staatsoberhaupt. "Jetzt, wo ich von einer wichtigen Funktion abgehe, bin ich etwas milde, aber eines möchte ich schon sagen: Ich glaube, dass die letzte Amtszeit des Bundespräsidenten eine war, die das Amt eher ramponiert hat", so Kabas.
Es sei zudem auch berechtigt, überhaupt über die Sinnhaftigkeit des Amtes zu diskutieren, meinte er im APA-Gespräch. Als Beispiel für seine Kritik an Klestil nannte Kabas dessen Verhalten bei den EU- Sanktionen nach der Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen. Klestil hätte auf Anwürfe aus dem Ausland reagieren müssen, befand der Wiener FP-Chef.
Ob die FPÖ einen eigenen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl nominieren wird, sei noch "wirklich offen", betonte Kabas: "Die Entscheidung soll Anfang März verkündet werden." Seine Präferenz in dieser Frage wollte Kabas nicht darlegen: "Ich möchte meine Meinung zuerst in den Gremien äußern."
Der Wiener FPÖ-Chef, der am 6. März als Parteiobmann zurücktritt und das Szepter an seinen bisherigen Stellvertreter Heinz-Christian Strache übergibt, war von Klestil im Jahr 2000 nicht als Verteidigungsminister akzeptiert worden. Beim darauf folgenden FPÖ- Parteitag hatte er den Bundespräsidenten daraufhin als "Lump" bezeichnet - vielleicht habe er aber auch "Hump" oder "Dump" gesagt, meinte er später.
Kabas ortet indes nach der "schweren Krise" der FPÖ derzeit eine Erholung. Für die kommenden Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg zeigte er sich zuversichtlich: "Ich glaube, dass wir uns jetzt konsolidiert haben und dass es ab 7. März wieder eine Aufwärtsentwicklung gibt." In Kärnten, so meinte er etwa, werde die FPÖ erste werden. (apa)
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