Montag, 23. Februar 2004

Salzburg-Wahl: Schausberger warnt SPÖ vor überzogenen Forderungen

  • Im Falle eines ÖVP-Wahlsieges sei aber die SPÖ erster Ansprechpartner

Nach der zuletzt wiederholt genannten Option des Salzburger Landeshauptmannes Franz Schausberger, im Falle eines Wahlsieges auch nach der Landtagswahl am 7. März wieder eine Koalition mit der SPÖ eingehen zu wollen, schwächte der ÖVP-Chef nun diese Aussagen wieder leicht ab. Sollte die SPÖ überzogene Forderungen stellen, werde man mit anderen Parteien reden müssen, so Schausberger.

"Wenn wir, wovon ich ausgehe, wieder stärkste Partei werden, so ist auf Grund der Parteiengewichtung im Interesse einer breiten und stabilen Regierung natürlich die SPÖ der erste Ansprechpartner. Es hängt aber alles davon ab, ob man sich inhaltlich auf ein gemeinsames Programm einigen kann und wird", so Schausberger.

Auf die Frage, ob auch in Salzburg Schwarz-Grün ein Thema sei, meinte er: "Ich würde sagen: Wenn keine Übereinstimmung mit der SPÖ erreicht wird, oder wenn die SPÖ, die ja jetzt schon in Jubelstimmung ausgebrochen ist, überzogene Forderungen stellt, wie das etwa in Oberösterreich der Fall gewesen ist, dann muss man sicherlich auch mit einer anderen Partei über die Frage einer Regierungsbildung diskutieren."

Für die ÖVP sei es in den vergangenen beiden Wochen vor dem Urnengang die "ganz große Chance", die 34 Prozent Unentschlossenen sowie die rund 31.000 Erstwähler anzusprechen und zu überzeugen, so der Landeshauptmann. (apa)

23.2.2004 10:31