Samstag, 28. Februar 2004

Schneechaos in Teilen Europas

Heftige Schneefälle haben am Wochenende 500 Dörfer in Nordspanien von der Außenwelt abgeschnitten. In den nordspanischen Regionen Asturien und Kantabrien waren Straßen und Bahnlinien zeitweise unpassierbar. Da die Behörden die Autobahnen in Nordspanien sperrten, stauten sich auf der französischen Seite bis zu 5.000 Lastwagen, die Richtung Spanien unterwegs waren.

Zwischen den spanischen Städten Miranda del Ebro und Burgos saßen nach Angaben der Behörden 5.000 Autofahrer bis zu 19 Stunden im Schnee fest, weil quer stehende Lastwagen die privat betriebene Autobahn blockierten. Einige Betroffene schlugen sich in Ortschaften durch und verbrachten die Nacht auf Samstag in Behelfsunterkünften. Hunderte übernachteten bei Minustemperaturen in ihren Wagen.

Zwischen den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera lief bei Sturm ein spanischer Frachter auf Grund. Die 22 Besatzungsmitglieder wurden mit einem Hubschrauber gerettet, teilte der Seenotrettungsdienst mit.

In Südwestfrankreich standen Lastwagen auf einer Strecke von etwa 200 Kilometern und warteten auf eine Besserung der Lage im Nachbarland, meldete die Verkehrswacht. Das Rote Kreuz stellte Notunterkünfte bereit.

Starke Schneefälle lösten am Wochenende auch in Nord- und Mittelitalien ein Verkehrschaos aus. Straßen- und Bahnverkehr wurden lahm gelegt. Flüge wurden gestrichen, Passstraßen mussten gesperrt werden. Auf der Autobahn zwischen Florenz und Bologna saßen am Samstag tausende Autofahrer stundenlang fest. Schnee fiel auch nahe Neapel und in weiteren süditalienischen Regionen sowie auf Sizilien.

Die Nacht zum Samstag mussten auch in Nordrhein-Westfalen tausende Autofahrer nach stundenlangem Schneetreiben in ihren Autos verbringen. Insgesamt stauten sich die Fahrzeuge auf einer Gesamtlänge von 230 Kilometern. (APA)

28.2.2004 12:04