Samstag, 28. Februar 2004

Geberkonferenz: Irak braucht vier Mrd. Dollar Nothilfe

  • El Hafidh: "Unser Bedarf ist enorm und dringend"
  • Minister: Geber erlassen Bagdad 60% der Auslandsschulden

Zum Auftakt einer Geberkonferenz in Abu Dhabi hat die irakische Regierung die internationale Gemeinschaft um eine Nothilfe von vier Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) gebeten. Mit dem Geld sollten noch in diesem Jahr 700 dringliche Vorhaben finanziert werden, sagte der irakische Übergangsminister für Entwicklung, El Hafidh, am Samstag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Es sei "höchste Zeit", dass die internationale Gemeinschaft ihre Finanzzusagen von der Madrider Geberkonferenz im vergangenen Oktober umsetze. "Unser Bedarf ist enorm und dringend", sagte Hafidh. In Madrid waren dem Irak insgesamt 33 Milliarden Dollar zugesagt worden.

Geber erlassen Bagdad 60% der Auslandsschulden
Dem Irak werden nach Angaben eines Mitglieds der irakischen Übergangsregierung rund 60 Prozent seiner Auslandsschulden von insgesamt 120 Milliarden Dollar (96,6 Mrd. Euro) erlassen. Darauf hätten sich die Gläubigerstaaten geeinigt, sagte der irakische Übergangsminister für Entwicklung, Mahdi el Hafiz, am Samstag zum Auftakt einer Geberkonferenz in Abu Dhabi.

Zweitägiges Treffen
An dem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nehmen rund 40 Länder und internationale Institutionen teil. Bei der Geberkonferenz in Madrid im vergangenen Oktober hatte die Weltgemeinschaft dem Irak insgesamt 33 Milliarden Dollar zugesagt. (apa)

28.2.2004 09:09