Caracas: Tote bei Protesten rund um G-15-Gipfel
- Wahlbehörde will eine Million von der Opposition gesammelte Unteschriften nicht anerkennen
Bei Protesten der Opposition gegen Venezuelas Präsidenten Chavez sind am Freitag in Caracas zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 16 weitere Menschen wurden bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften am Rande des G-15-Gipfels verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Zuvor hatte ein TV-Sender berichtet, ein mutmaßlicher Wachmann habe einen Anhänger des Staatschefs durch Schüsse verletzt.
An der Protestkundgebung in der Nähe des Konferenzortes nahmen tausende Menschen teil. Die Demonstranten, die unterschiedliche Wurfgeschosse warfen, wurden von der Nationalgarde mit Tränengas und Gummigeschossen zurückgedrängt. Laut Vize-Präsident Rangel wurden auch drei Ordnungskräfte verletzt, einer von ihnen durch Schüsse. Der Gipfel der G-15, einer Organisation von Schwellen- und Entwicklungsländern aus Asien, Afrika und Lateinamerika, geht am Samstag zu Ende.
Die Demonstranten protestierten gegen die Ankündigung der Wahlbehörde, mehr als eine Million von der rechtsgerichteten Opposition gesammelte Unterschriften für einen Volksentscheid zur Amtsenthebung von Chavez wegen möglicher Fälschungen nicht anzuerkennen. Der Nationale Wahlrat (CNE) will seine Entscheidung am Sonntag bekannt geben. (apa)
