Irak: Belohnung für Verräter von Saddam-Söhnen ausgezahlt
- Fast 30 Millionen Dollar - Identität geheimgehalten
- Spekulationen über Identität des Verräters
Die US-Regierung hat dem irakischen Informanten, der den Streitkräften den Aufenthaltsort von Udai und Kusai Hussein verraten hat, den Großteil der ausgesetzten Belohnung von 30 Millionen Dollar ausgezahlt. Zudem seien der Tippgeber und seine Familie umgesiedelt worden, teilte das Außenministerium mit.
Die beiden Söhne des irakischen Exdiktators Saddam Hussein waren vergangenen Juli in einer Villa in der nordirakischen Stadt Mossul getötet worden.
Saddam Hussein wurde im Dezember in einem Erdloch gefunden und befindet sich in US-Haft. Die für ihn ausgesetzten 25 Millionen Dollar werden nach Angaben einer Außenamtssprecherin wahrscheinlich nicht ausgezahlt, weil er von den US-Streitkräften aufgespürt wurde.
Washington hat die Identität von Informanten bisher nicht preisgegeben. Von der Bevölkerung in Mossul wird jedoch Sheik Nauaf el Saydan Muhhamad verdächtigt, die Söhne des Expräsidenten verraten zu haben. Am Morgen der Militäraktion hätten Muhhamads Frau und ihre Töchter das Haus verlassen und seien nicht zurückgekehrt. Mehrere Stunden später klopften US-Soldaten an die Tür, Muhhamad und sein Sohn kamen daraufhin mit erhobenen Händen heraus und wurden abgeführt. Odai und Kusai Hussein blieben in dem Haus, bis die Raketen abgefeuert wurden. (apa)
