Samstag, 28. Februar 2004

Homo-Ehe: OGH in Kalifornien lehnt Verbot ab

  • Schwarzenegger kann sein Begehren nicht durchsetzen
  • Die 3.500 ausgestellten Trauscheine bleiben weiterhin gültig

Der Oberste Gerichtshof von Kalifornien hat den Antrag von Justizminister Lockyer abgelehnt, die Trauung homosexueller Paare in San Francisco zu verbieten und die bisher 3.500 ausgestellten Trauscheine zu annullieren. Lockyer hatte das Gericht auf Drängen von Gouverneur Schwarzenegger angerufen. Es sollte die Homo-Ehen sofort stoppen, während die Rechtmäßigkeit der Praxis überprüft wird.

Der Oberste Gerichtshof entschied am Freitag lediglich, die Stadt so wie eine konservative Gruppe, die ein Verbot der Homo-Ehe erwirken will, sollten binnen einer Woche neue Klagen einreichen. US-Präsident Bush verteidigte indessen seine Initiative gegen die Zulassung der Ehen von schwulen und lesbischen Paaren.

"Ich glaube, die Ehe hat der Gesellschaft gut gedient, und ich halte es für wichtig zu bekräftigen, dass eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau das Ideal ist", sagte Bush bei einem Pressetermin mit dem deutschen Bundeskanzler Schröder im Weißen Haus. "Und es ist die Aufgabe eines Präsidenten, mit seiner Politik Ideale zu verfolgen." Bush bemüht sich um einen Verfassungszusatz, mit dem gleichgeschlechtliche Ehen in den Vereinigten Staaten verboten werden sollen. (apa)

28.2.2004 07:45