Freitag, 27. Februar 2004

Hamburg: Bundeskanzler Schüssel bei Traditionsmahl

  • Bürgermeister Beust lobt Österreich als Ost-West-Brücke

Beim traditionsreichen Hamburger Matthiae-Mahl hat der Bürgermeister der Hansestadt, Ole von Beust (CDU), am Freitag die Rolle Österreichs in Europa gewürdigt. Die Alpenrepublik habe während des Kalten Kriegs und auch bei den Verhandlungen zur jüngsten Erweiterung der Europäischen Union als Brücke zwischen West und Ost gewirkt, sagte Beust zu seinem Ehrengast, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP). Neben Schüssel war Peter Ruzicka, Intendant der Salzburger Festspiele, Hauptgast bei der seit 1356 zelebrierten Festmahlzeit.

"Hamburg als die internationale Metropole Deutschlands und Österreich als europäisches Kernland haben seit langer Zeit ein gemeinsames Anliegen - das Zusammenwachsen Europas", sagte Beust. Der Bürgermeister Hamburgs hob dabei Schüssels Engagement hervor, als er die Österreicher in den 90er Jahren vom EU-Beitritt überzeugte. Von besonderer Bedeutung sei zudem "Wiens Bekenntnis zu Europa" mit der Zustimmung zur jüngsten EU-Erweiterung. "Und ein solches Bekenntnis braucht es, um Europa eine Zukunft zu geben." Schüssel hob die guten bilateralen Beziehungen Hamburgs und Österreichs hervor, die es weiter "intensiv zu pflegen" gelte.

Die Salzburger Festspiele bezeichnete Beust als "das grösste und bedeutendste Festival der Welt". Ruzicka habe eine traditionelle Veranstaltung übernommen, doch habe er "Salzburg neu erfunden und den Festspielen ihren ästhetischen Fortschritt" zurückgegeben. Die Matthiae-Mahlzeit ist das älteste noch zelebrierte Festmahl der Welt. Der Matthias-Tag am 24. Februar galt im Mittelalter als Termin für den Dienstbotenwechsel, ebenso wie für die Neuverteilung von Aufgaben im Senat und für die Wahl neuer Bürgermeister. (APA/red)

27.2.2004 08:34