Philippinen: Feuer auf Fähre mit 900 Passagieren
Auf einer philippinischen Großfähre ist am Freitag (Ortszeit) ein Feuer ausgebrochen. Wie ein Sprecher der Küstenwache mitteilte, sprangen Passagiere in Panik von Bord. Das Ausmaß des Brands auf der mit 900 Menschen besetzten "Superferry 14" war zunächst nicht abzusehen. Unbestätigten Meldungen zufolge kam mindestens ein Mensch ums Leben, drei Personen seien verletzt worden.
Nach Angaben der Küstenwache gab es eine Meldung, dass das Feuer nach drei Stunden unter Kontrolle gebracht worden sei. "Uns wurde gesagt, dass es fast aus sei", sagte der Offizier Arman Balilo. "Wir versuchen, die Passagiere zu evakuieren und jene zu bergen, die gesprungen sind."
Nach Angaben der Küstenwache wurden 275 Menschen von einer anderen Fähre und der Marine aufgenommen. Es gebe keine Zeichen dafür, dass die "Superferry 14" sinke.
Das Schiff mit einer Kapazität von 1.672 Passagieren war auf dem Weg von Manila nach Bacolod gewesen. In Brand geriet es nahe der Insel El Praile in der Provinz Bataan. An Bord sollen 878 Passagiere und 154 Besatzungsmitglieder gewesen sein. Das Feuer soll in der Kombüse ausgebrochen und danach außer Kontrolle geraten sein. Ein Passagier berichtete von einer Explosion an Bord.
Fähren und kleine Schiffe sind das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den philippinischen Inseln. Vor zwei Jahren kamen bei einem Brand auf einer Fähre 44 Menschen ums Leben. (APA)
