Donnerstag, 26. Februar 2004

Bush und Schröder: Plädoyer für "echte Partnerschaft"

  • Stärkung der Beziehungen mit dem Nahen Osten geplant
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Mit einem Treffen im Weißen Haus und einer Erklärung zur deutsch-amerikanischen Freundschaft haben der deutsche Bundeskanzler Schröder und US-Präsident Bush am Freitag ihren Streit in der Irak-Frage hinter sich gelassen. Sie betonten die Freundschaft der beiden Länder und auch ihr persönlich gutes Verhältnis. Bush sagte, "es spricht für Freunde nichts dagegen, Unstimmigkeiten zu haben".

Auch wenn sie in der Irak-Frage unterschiedlicher Meinung gewesen seien, gebe es keine Zweifel, dass beide einen freien Irak anstrebten. Gute Beziehungen zu Europa seien für die USA sehr wichtig, sagte Bush weiter. Schröder betonte ebenfalls, man wolle die Vergangenheit hinter sich lassen. Einig erklärten sich die Staatsmänner in dem Ziel, den Irak zu einem sicheren, demokratischen Land mit einer souveränen Regierung zu machen.

Bush und Schröder kündigen an, auf den Gipfeltreffen der G-8-Länder, der EU und der USA sowie der NATO Vorschläge für Reformen im Nahen Osten vorzulegen. Diese würden eng mit den Partnern in der Region und in Europa abgestimmt. Der internationale Friedensplan für die Region sei das beste Mittel, Frieden zwischen Israel und den Palästinensern zu erreichen.

Ausdrücklich bekennen sich Bush und Schröder zur NATO als wesentlichem Forum für transatlantische Konsultationen. Auch für die Erweiterung der EU sei es wichtig, dass Europa und die USA als Partner in einer Wertegemeinschaft zusammenarbeiteten. Deutschland und die USA verbinde eine tiefgehende Freundschaft, betonen die beiden Politiker.

Schröder war zuletzt vor knapp zwei Jahren im Weißen Haus empfangen worden. Als er im Wahlkampf 2002 eine Beteiligung am Irak-Krieg kategorisch ausschloss, löste dies in Washington Verstimmungen aus. Seitdem waren sich Schröder und Bush lediglich bei internationalen Treffen begegnet und auch der telefonische Kontakt blieb auf ein Minimum beschränkt. (APA)

26.2.2004 22:19