Mittwoch, 25. Februar 2004

Kampf um Präsidentschaft: Kerry ist jetzt als Bush-Gegner fix!

  • Kerry attackiert den Präsidenten: Bush hat "arroganteste Außenpolitik der USA" gemacht

Mit Siegen in neun von zehn Bundesstaaten hat John Kerry am "Super Tuesday" in den USA seine erwartete Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten besiegelt. Damit lautet das Rennen in den nächsten Monaten im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft Senator John F. Kerry gegen Präsident George W. Bush.

Kerrys innerparteilicher Konkurrent, Senator John Edwards, wird nach Angaben aus seinem Mitarbeiterstab am Mittwoch seinen Rückzug vom Wahlkampf bekannt geben. Edwards konnte am Dienstag in keinem einzigen Bundesstat siegen, während der bereits aus dem Wahlkampf ausgeschiedene Howard Dean in seinem Heimatsstaat Vermont punktete.

Kerry gewann die Vorwahlen in Connecticut, Georgia, Massachusetts, Maryland, New York, Rhode Island, Ohio und Minnesota sowie Kalifornien. Lediglich in Vermont siegte der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates, Howard Dean, der bereits vor Wochen aus dem Rennen um die Nominierung ausgeschieden war. Edwards verlor knapp in Georgia, wo er zunächst nach ersten Auszählungsergebnissen in Führung lag.

Mit scharfen Angriffen auf Bush im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik und dem Versprechen von Veränderungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich positionierte sich Kerry in seiner Siegesrede als entschlossener Wahlkämpfer. Bush habe die "arroganteste Außenpolitik der modernen Geschichte der USA" gemacht, als Präsident werde er, Kerry, die USA wieder in die internationale Gemeinschaft zurückführen. Weiters wolle er das Auslagern von Arbeitsplätzen in Billigländer stoppen und das Budgetdefizit reduzieren.

Präsident Bush telefonierte mit Kerry und gratulierten ihm zu seinen Wahlsiegen. Am Donnerstag wird eine massive TV-Kampagne der Republikaner für die Präsidentschaftswahlen beginnen. Dabei wird Kerry laut Medienberichten von Bush scharf angegriffen werden.

Der Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahlen wird offiziell am Parteitag im Juli in Boston gekürt. Mit dem erwarteten Ausscheiden von Edwards ist Kerrys Nominierung praktisch fix. Beobachter erwarten bis zu den Präsidentschaftswahlen am 2. November einen harten und intensiv geführten Wahlkampf um das Weiße Haus.

(apa)

25.2.2004 07:08