Sonntag, 29. Februar 2004

Salzburg-Wahl: Große Koalition präferiert

  • Grüne wollen drittstärkste Partei werden
  • Schnell: "Werden nicht Vierte"

Eine Woche vor dem "Super-Wahlsonntag" am 7. März in Salzburg stellten sich die vier Spitzenkandidaten der Landtagsparteien einer ORF-Diskussionsrunde. In moderatem Ton wurde über Kultur-, Wirtschafts-, und Verkehrspolitik diskutiert. Falls die ÖVP eine Wahlniederlage einstecke, gebe er am 8. März bekannt, ob er zurücktreten werde, sagte Landeshauptmann Franz Schausberger.

Das Ziel der Salzburger Volkspartei sei, stärkste Partei zu bleiben, das Land sei mit einer ÖVP-Regierung am Besten gefahren, betonte Schausberger. "Ich möchte nicht, dass der Erfolgskurs durch ein Rot-Grünes Experiment gefährdet wird." Er sehe aber keinen Wunsch der Salzburger nach einem Wechsel an der Spitze der Regierung und nach einer Änderung an der Stärke der Parteien. Zur Frage, ob er mit Burgstaller überhaupt noch wolle, meinte er, es müsse eine gute Gesprächsbasis mit allen Parteien geben, niemand sollte ausgegrenzt werden.

Auf die Frage "was tut die SPÖ, wenn sie nach der Wahl nicht in die Regierung kommt", meinte SP-Landespartei-Chefin, LHStv. Gabi Burgstaller, davon gehe sie nicht aus, "die Salzburger wollen, dass die SPÖ gestärkt wird und eine wichtigere Rolle spielt. Sie wollen ein soziales Gewissen und ein anderes Politikverständnis". Sie bekannte sich zur Fortsetzung der Großen Koalition, das sei auch der Wunsch der Salzburger.

FPÖ-Chef Karl Schnell rechnet nicht damit, dass die Freiheitlichen auf Platz vier zurückfallen könnten - wie aktuelle Meinungsumfragen prognostizieren. "Das wird nicht passieren, wir werden uns gut behaupten. Wir werden nicht Vierte werden, alles andere ist Sterndeuterei."

Grünen-Chef Cyriak Schwaighofer meinte, die Grünen wollen auf jeden Fall Dritte werden und mit drei Mandaten Klubstärke erreichen. Seiner Ansicht nach sei der Kampf um Platz eins gelaufen. Schwaighofer nannte dabei die SPÖ. Für ihn sei auch klar, dass die SPÖ mit der ÖVP in die Große Koalition wolle, was für ihn aber "Stillstand" bedeute. (apa)

29.2.2004 13:32