Erfolg in Tirol: Erster DNA-Test für Brustkrebs entwickelt
- Bluttest ermöglicht erstmals frühzeitige Diagnose und Heilungsprognose
- Auch Gebärmutterhalskrebs kann erkannt werden
Ein in Innsbruck und den USA entwickelter DNA-Test für Frauen mit Brust- oder Gebärmutterkrebs soll erstmals eine frühzeitige Diagnose und eine genauere Beurteilung der Heilungschancen ermöglichen. Die neue Methode, die am Freitag in Innsbruck vorgestellt wurde, erfolgt auf Basis einer einfachen Blutentnahme.
Durch die Analyse werden Veränderungen in der Erbsubstanz sichtbar gemacht, die nur in bösartigen Zellen vorkommen. Die Veränderung zeigt sich an einem zusätzlichen Signal, das nur die Krebszellen aussenden. Der entsprechende Code wurde durch langwierige Forschungen geknackt. Der Test beruht auf der Erkennung des fünften Bausteins der DNA, dem "5-Methyl-Cytosin".
Das Verfahren soll nun auch als Früherkennungsmethode für alle weiteren häufigen Tumore in Lunge, Dickdarm oder Eierstock untersucht werden. Die Methode wurde von einem Team der Universitätsklinik für Frauenheilkunde um Univ.-Prof. Martin Widschwendter gemeinsam mit Wissenschaftern aus den USA entwickelt.
38 Prozent aller österreichischen Frauen bis 80 Jahre werden nach Angaben der Frauenklinik im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Jede achte Frau erkrankt demnach an Brustkrebs. In Österreich verzeichne man pro Jahr rund 4.500 Brustkrebs-Neu-Erkrankungen. Nur etwa fünf Prozent dieser Frauen würden an erblich-bedingtem Brustkrebs leiden. Im Jahr 2002 starben in Österreich laut Frauenklinik 1.572 Frauen an Brustkrebs. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
