Donnerstag, 26. Februar 2004

Pechlaner in NEWS: "Affen-Themenpark" in Gänserndorf

  • Investitionen von 10-15 Millionen € notwendig für die Erhaltung
  • Schönbrunn könnte die Tiere aus dem Safaripark übernehmen

Der Pleitegeier zieht langsam seine Kreise über das verlassene Gelände des ehemaligen Safariparks. Die Zukunft der Mitarbeiter und der rund 700 Tiere ist ungewiss. Überlegungen, Schönbrunn könnte die Tiere übernehmen oder zumindest an andere Zoos vermitteln, stehen im Raum. Direktor Pechlaner spricht in NEWS über die desolaten Zustände des Parks und über eine mögliche Zukunft von Gänserndorf.

Den derzeitigen Status quo im Safaripark beschreibt Pechlaner als "katastrophal". Sowohl die Sicherheitsvorkehrungen wie auch die Hygienemaßnahmen seien nicht mehr dem derzeitigen Standards entsprechend. Von den Gebäuden seien bis auf das Affen-, Elefanen- und das Giraffenhaus alle abzureisen. Selbst das 2001 um fünf Millionen Euro neu eröffnete Affenhaus weißt Mängel auf:"Im Affenhaus gibt es keine Möglichkeit die Fenster zu öffnen. Es tut mir weh, mit anzusehen, wie die Affen aggressiv gegen die Scheiben donnern," zeigt sich Pechlaner betroffen. Er schätzt die Kosten für die notwendigen Sanierungen auf ca. 10-15 Millionen Euro.

Pläne für die Zukunft
Aber Pechlaner hat sich bereits Gedanken über eine Weiterführung des Parks gemacht: "Ein Drive-trough-Safaripark hat heutzutage keine Zukunft mehr. Aber ich könnte mir vorstellen, den Schwerpunkt auf das Affenhaus zu legen." Mit einer multimedialen Darstellung der Evolutionsgeschichte im "Affen-Themen-Park" sollen die Besucher wieder angelockt werden.

Auch für die Tiere, die nicht übernommen werden können, sei gesorgt, verspricht Pechlaner: "Um die Wildtiere muss man sich keine Sorgen machen. Gleich sechs Elefanten könnte ich etwa nach Köln vermitteln."

Für konkrete Veränderungen müsse man aber noch die Gläubigerversammlung Anfang März abwarten.

26.2.2004 13:06