Dienstag, 24. Februar 2004

Dichtes Schneetreiben: Massenkarambolage auf A 1!

  • 28 Fahrzeuge verwickelt - darunter 7 Lkw - 5 Verletzte
  • Unfallursache vermutlich quer gestellter Lkw

Insgesamt fünf Verletzte - drei davon schwer - hat eine Massenkarambolage am Dienstag auf der A 1, der Westautobahn, in Oberösterreich gefordert. In den Unfall waren 28 Fahrzeuge, darunter sieben Lkw, verwickelt, so der ARBÖ. Unfallursache dürfte ein quer über die Fahrbahn gestellter Lkw gewesen sein, vermutete der ÖAMTC.

Zum Zeitpunkt des Unfalls - kurz vor 11.00 Uhr - herrschte starker Schneefall, berichtete die Gendarmerie. Möglicherweise geriet der Lkw zwischen Regau und Steyrermühl in Fahrtrichtung Wien auf Grund von Straßenglätte ins Schleudern und stellte sich quer. Die nachkommenden Fahrzeuge konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen, was zu der Massenkarambolage führte. Die A 1 glich in diesem Abschnitt einem "Schlachtfeld", sagte ein Mitarbeiter des ARBÖ.

Fünf Feuerwehren, acht Rettungswagen, ein Notarztwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug waren an der Unglücksstelle. Ein Schwerverletzter musste mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 10 ins Linzer Allgemeine Krankenhaus geflogen werden. Die weiteren Verletzten wurden in die Landeskrankenhäuser Gmunden und Vöcklabruck eingeliefert. Über die Identität der Patienten sei noch nichts bekannt, so die Autofahrerclubs.

Die Massenkarambolage verursachte einen kilometerlangen Rückstau auf der Westautobahn, der sich erst nach Stunden auflöste. Erst Montag früh hatte es eine Massenkarambolage auf der Südautobahn (A 2) im Wechselgebiet in Niederösterreich gegeben. Beteiligt waren 20 Fahrzeuge. Vier Personen erlitten Verletzungen.

Die Unfälle führten am Dienstag zu erneuten Reaktionen von Expertenseite. "Wer rast, gewinnt nichts", stellt Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), klar, "Weg vom Gas, ausreichend Sicherheitsabstand halten und keine riskanten Überholmanöver starten!" Es gäbe de facto keinen Grund, mit dem Auto zu schnell unterwegs zu sein. Richtiges Fahrverhalten bei Nieselregen und Glatteis sei ebenfalls zu fordern.

Von Jänner bis November 2003 starben laut KfV auf Österreichs Straßen 70 Menschen bei Auffahrunfällen. Jeder vierte Unfall ist ein Auffahrunfall. Die Tragweite, was es bedeutet zu wenig Abstand zu halten, ist offenbar vielen Autofahrern nicht bewusst. (apa)

24.2.2004 11:35