Dienstag, 24. Februar 2004

Nach Messerattacke: Krankenschwester lacht wieder

  • "Ich weiß, dass da keine Absicht dahinter war"

"Happy End" für jene junge Krankenschwester, die in den Morgenstunden des 15. Februar im Linzer Spital der Barmherzigen Brüder von einem verwirrten Patienten mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt worden war. Die 32-Jährige kann nach der Tragödie schon wieder lachen, hieß es in Medienberichten vom Dienstag.

Die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten, dass die Krankenschwester ihre Lebensfreude wieder zurück gewonnen habe. Hass gegen den Täter empfinde sie aber nicht, "ich weiß, dass da keine Absicht dahinter war". Ihr gehe es bereits wieder sehr gut, "ich bin nur etwas schwach", erzählt die Frau. Sie rechne damit, schon bald die Intensivstation verlassen zu können. Sie könne auch schon wieder sprechen, nur beim Schlucken haben sie noch leichte Beschwerden.

Die Messerattacke hatte sich in den frühen Morgenstunden auf der chirurgischen Intensivstation des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder ereignet. Ein 67-jähriger Patient, der wenige Tage zuvor an der Bauchspeicheldrüse operiert worden war, ging mit einem Taschenmesser auf die 32-jährige Krankenschwester los. Er fügte ihr einen lebensgefährlichen Schnitt im Bereich der Luft- und der Speiseröhre zu. Nur dem raschen Eingreifen der Ärzte des Krankenhauses war es zu verdanken, dass die Frau überlebte.

Der Patient wurde in die psychiatrische Wagner Jauregg Klinik eingeliefert. Er kann zu dem dramatischen Vorfall bis heute keine Angaben machen, er wisse nicht, wie das geschehen konnte, sagt der Mann. Die Ärzte gehen davon aus, dass der Patient in einem postoperativen Anfall von Verwirrtheit gehandelt hat. (apa)

24.2.2004 09:02