Montag, 23. Februar 2004

Image-Problem: 19% glauben keinem Politiker

  • Fischer genießt mit 53% höchste Glaubwürdigkeit
  • Grasser kommt gerade mal auf 25%, Schüssel auf 30%

Beinahe jeder fünfte Österreicher - genau 19 Prozent der Befragten - hält keinen der österreichischen Spitzenpolitiker für glaubwürdig, ergab eine "market"-Umfrage. Unter den zwölf abgefragten Politikern wird dem SPÖ- Präsidentschaftskandidaten Fischer mit Abstand die höchste Glaubwürdigkeit (53 Prozent) attestiert. Finanzminister Grasser halten nur 25 Prozent für glaubwürdig.

Auffallend ist für "market"-Studienleiter David Pfarrhofer, dass "durchgehend alle Politiker, deren Glaubwürdigkeit wir im letzten September abgefragt haben, derzeit höhere Nennungen haben". Den größten Sprung vorwärts hat Grünen-Chef Van der Bellen gemacht - von 18 auf 42 Prozent, womit er nur mehr knapp hinter der ÖVP- Präsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner auf Platz 3 liegt. Sie kommt auf 43 Prozent.

SPÖ-Parteichef Gusenbauer liegt mit 33 Prozent auf Platz 4, Vizekanzler Gorbach (FPÖ) mit 32 Prozent auf Platz 5 - und erst auf Platz 6 liegt Bundeskanzler und ÖVP-Chef Schüssel mit 30 Prozent. Platz 7 nimmt Grasser ein.

Nach Grasser folgen Gertraud Knoll (20 Prozent), die das SPÖ-Pensionsvolksbegehren anführen wird, und gleichauf mit ihr der Salzburger Landeshauptmann und Landtagswahl-Spitzenkandidat Schausberger. 19 Prozent halten die geschäftsführende FPÖ-Obfrau und Staatssekretärin Haubner für glaubwürdig. Ihr Bruder, der Kärntner LH Haider, kommt auf zehn Prozent. Hinter ihm rangiert nur noch einer der zwölf abgetesteten: Der steirische Sexhotline-Besitzer Wolfgang Pöltl, der als unabhängiger Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl antreten möchte. (apa)

23.2.2004 07:46