Donnerstag, 19. Februar 2004

74. Automobilsalon Genf: Heuer mit 50 Weltpremieren!

  • Über 262 Aussteller auf 76.800 m² zeigen ihre Modelle
  • PLUS Diashows: Die neuen Modelle für den Genfer Salon!

Mit 56 Welt- und 26 Europapremieren begann am 4. März der Genfer Autosalon. Auf der Messe präsentieren über 260 Hersteller ihre neuesten Modelle sowie Zubehör und geben einen Ausblick auf die Erwartungen für das laufende Jahr. Der 74. Internationale Autosalon Genf auf dem Palexpo-Gelände läuft bis zum 14. März. Erwartet werden rund 700.000 Besucher. Mit 76.800 Quadratmetern Fläche ist die Ausstellung um 1.000 Quadratmeter größer als jene vom vergangenen Jahr.

Damit das so wenig erfreulich gestartete Autojahr nicht in der Sackgasse endet, locken die rund 260 Hersteller mit mehr als 50 Weltpremieren zum traditionsreichen Genfer Autosalon. PS-Protze, designstarke Miniflitzer, familientaugliche Vans und vor allem Cabrios sollen noch bis 14. März die anhaltende Frühjahrsmüdigkeit der Kundschaft vertreiben. Seit Dienstag machen die Konzerne auf den Pressetagen der Messe bereits Werbung für ihre Modelloffensive.

Damit es nicht an Auswahl mangelt präsentieren in Genf auch die deutschen Hersteller zahlreiche Neuheiten. Opel will mit dem neuen Astra glänzen. Der deutlich günstigere Golf-Konkurrent, der ab dem 19. März in Deutschland zu haben ist, läuft dank des Frühbucherrabatts besser als erwartet. Doch die Rüsselsheimer haben auch echte Neuheiten zu bieten: Den weltweit ersten Auftritt vor Publikum soll der Opel Tigra Twin Top (Slideshow) haben, ein sportlich-kompaktes Zweisitzer-Cabrio.

Darüber hinaus hat die General Motors-Tochter den Entwurf des Stadtflitzers Trixx (Diashow) im Gepäck. Mit Platz für den Einkauf, einem aufblasbaren Rücksitz und einer Dachluke für den Transport langer Gegenstände soll der Winzling eines Tages den Smart ausbremsen.

Auch BMW setzt auf besseres Wetter und enthüllt den Mini (Diashow) oben ohne. Das Viersitzer-Cabriolet soll den rasant gestiegenen Absatz des Modells weiter auf Touren halten. Die Münchener präsentieren darüber hinaus den neuen 5er in der Touring-Version (Diashow). Konkurrent Audi stellt die Nachwuchsgeneration des A6 (Diashow) vor.

Mercedes-Benz setzt auch diesen Frühling auf Altbewährtes: große Autos mit viel PS. Nach dem erfolgreichen Start des Roadster SLK schicken die Stuttgarter die zweiten Generation des Cabrios in den Frühling. Mit dem sportlichen Flitzer gelang es der Traditionsmarke sogar, das angestaubte Image etwas aufzupolieren.

Volkswagen hält sich zu den Neuheiten auf dem Genfer Autosalon ungewöhnlich bedeckt. Sicher ist lediglich, dass die Wolfsburger den Caddy Life - eine Art Mehrzweckfahrzeug mit viel Laderaum - enthüllen. Wesentlich spannender sind jedoch eventuelle Pläne für einen Nachfolger des Golf-Cabrio. Aus Branchenkreisen verlautete, Volkswagen habe auf jeden Fall etwas Sommerlich-luftiges im Angebot.

Auf dem "Auto-Laufsteg" am Lac Léman zeigen die Autohersteller jedenfalls mächtig Profil. Mercedes-Benz sorgt mit einem großen Auto für große Gefühle – der CLS beeindruckt als mächtiges Luxus-Coupé (Slideshow) mit vier Türen.

Die Tüftler von Rinspeed haben mit dem Splash (Slideshow) eine spritzige Amphibien-Studie auf die Kufen gestellt. Damit sind sie allerdings nicht allein, denn nebenan steht der Aquada (Slideshow) aus England – ein ernst zu nehmendes Konzept gegen verstopfte Straßen, so man in Seenähe unterwegs ist.

Die Sonderausstellung ist dieses Jahr dem Schweizer F1-Konstrukteur Peter Sauber gewidmet. Ein Dutzend Rennwagen-Modelle aus den Jahren 1967 bis 2002 sind zu sehen.

An Wochentagen öffnet der Salon statt wie bisher um 9.00 Uhr erst um 10.00 Uhr. Dafür können die Autoliebhaber bis 21.00 Uhr in den Hallen verweilen. Bisher wurden die Türen jeweils um 19.00 Uhr geschlossen. In den letzten vier Jahren kamen jeweils über 700.000 Autoliebhaber an den Autosalon. (APA/Red.)

19.2.2004 09:30