Karlheinz Hackl: Rückkehr aus dem Nirgendwo
- Der Countdown: Wie Hackl auf die Bühne heimkehren will.

Vor einem Jahr wurde Karlheinz Hackl ein Gehirntumor entfernt. Die Überlebenschancen waren gering. Jetzt kehrt er zurück:
Vor einem Jahr, sagt Karlheinz Hackl, der
in diesem Jahr das Schlimmste erdulden musste, da war alles anders, alles selbstverständlich. Das Gehen, das Sprechen, das Luftholen ohne dieses Gefühl, als säße einem jemand auf der Brust. Das Siegen vor allem war Lebensroutine in jeder der vielen und glanzvollen Eigenschaften, die Karlheinz Hackl verkörpert. Ein Charismatiker mit der Leuchtkraft des Stars. Ein Schauspieler der obersten Kategorie, gleichviel, ob er Schnitzler und Nestroy an der „Burg“ oder 13 Jahre lang „La Cage aux Folles“ an der Volksoper spielte. Ein Regisseur an den besten Bühnen Wiens. Der erfolgreichste Lehrer am Reinhardt-Seminar. Entschloss er sich zu einer Serie von Lesungen mit Texten von Fritz Grünbaum, war das Burgtheater 13-mal ausverkauft.
Wichtiges Wochenende, Pläne bis 2005. Im April wird es ein Jahr sein, dass ihm in einer Operation auf Leben und Tod ein Gehirntumor entfernt wurde. Wie ein Wucherer forderte das Schicksal damals mit Zinsen alles zurück, womit es ihn zuvor überschüttet hatte. Jetzt ist der Tumor besiegt, und Hackl kämpft sich Schritt für Schritt zu jeder der vormals souverän besetzten Positionen zurück. Wovon nach düsteren Prognosen manche schon Abschied genommen hatten, wird in nächster Zukunft Faktum: Hackl kommt wieder. Am vergangenen Wochenende führte er ein paar wichtige Telefonate, traf Freunde, die er lang nicht gesehen hatte, und plante sein zweites Berufsleben. Die Pläne sind konkret, und jeder führt einen Schritt heraus aus dem Erlittenen.
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