mmO2: KPN schließt feindliche Übernahme-Offerte nicht aus
- Ablehnung des Angebots durch britisches Mobilfunkunternehmen
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Der niederländische Telekomkonzern KPN hat eine feindliche Übernahme-Offerte für den britischen Mobilfunkanbieter mmO2 nicht ausgeschlossen. Die Briten hatten zuvor ein Kaufangebot von KPN abgelehnt.
"Alle Optionen sind immer offen. Wir schließen nie eine Möglichkeit aus", sagte ein KPN-Sprecher. Dagegen erklärte ein mmO2-Sprecher in London, es habe sich nichts geändert. mmO2, Europas sechstgrößter Mobilfunkkonzern, hatte am Freitag bestätigt, ein Kaufangebot erhalten zu haben, zugleich aber erklärt, die Gespräche seien nun beendet.
mmO2 betreibt Mobilfunknetze in Großbritannien, Irland und Deutschland und wird mit rund 15,2 Milliarden Dollar (12,00 Mrd. Euro) bewertet. Das Unternehmen gilt seit langem als Übernahmeziel. Analysten zufolge ist der Mobilfunkanbieter zu klein, um auf Dauer allein zu überleben.
Bereits seit Jahren kursieren Spekulation über eine Fusion von KPN und mmO2. Beide Seiten hatten wiederholt erklärt, es gebe große Differenzen über die Preisvorstellungen eines möglichen Geschäfts. Die Niederländer, deren Festnetzgeschäft am heimischen Markt stagniert, sind insbesondere an dem Deutschlandgeschäft O2 der Briten interessiert, um die Position der bisher Verluste schreibenden deutschen Tochter E-Plus als Nummer Drei am deutschen Mobilfunkmarkt zu stärken.
Diese könnte zum Schlüssel für künftiges Wachstum werden. KPN Mobile, die Mobilfunktochter von KPN, ist in den Niederlanden, Deutschland und Belgien aktiv.
(apa/red)
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