Käufersuche bei Güssinger: Mittlerweile 20 Interessenten
- Österreichische Unternehmen haben Interesse an Übernahme
- Produktion ist gesichert, Lieferverträge können erfüllt werden
Für das insolvente Güssinger Mineralwasser gibt es mittlerweile 20 Interessenten, bestätigte Masseverwalter Peter Hajek am Montag auf Anfrage der APA. Auch bekannte Namen seien dabei. "Die Braut dürfte geschmückt sein, die Begehrlichkeiten sind geweckt", kommentierte er das Interesse. Für Detailverhandlungen sei es aber noch zu früh, so Hajek, der schätzt, dass das Unternehmen bis Mitte 2004 verkauft sein wird.
20 der ursprünglich 49 Mitarbeiter wurden bei "Güssinger" wieder eingestellt. Seit Sonntag wird wieder abgefüllt, seit Montag auch wieder Ware ausgeführt. "Bis dato haben wir keinerlei Auslistungen", berichtete der Masseverwalter, "auch die großen Handelsketten und der Lebensmittelhandel lassen uns im Sortiment."
Vöslauer & Gasteiner winken ab
Zumindest zwei prominente Mineralwasserabfüller in Österreich - Vöslauer und Gasteiner - haben aber definitiv kein Interesse.
"Wir sind nicht interessiert", schloss Siegfried Menz namens des österreichischen Mineralwasser-Marktführers Vöslauer am Montag ein Engagement bei Güssinger aus. Es mache keinen Sinn, mit einer zweiten Marke aufzutreten, noch dazu mit einer ostösterreichischen Regionalquelle im gleichen Marktgebiet, so Menz als Eigentümervertreter der GIH Getränkeindustrie Holding. Vöslauer gehört über die GIH zur mehrheitlich im Familienbesitz (Wenckheim, Menz) befindlichen Getränkegruppe der Ottakringer.
"Nein", so auch die knappe Antwort aus der Brau Union auf die Frage, ob man daran denke, Güssinger wieder zurückzukaufen. Die BBAG/Brau Union-Gruppe hatte vor rund zwei Jahren die damals schon defizitäre Güssinger-Quelle an die deutsche Aqua Montana verkauft. Man wolle sich weiter auf die (eigene) Premiummarke "Gasteiner" konzentrieren, die sich sehr gut entwickle, sagte Brau-Union-Sprecher Michael Dickstein. Güssinger passe auch nicht mehr ins Portfolio. (APA/Red.)
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