Freitag, 20. Februar 2004

Parmalat-Pleite: Laut IVA bis zu 1.000 Geschädigte in Österreich

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Bis zu 1.000 österreichische Privatanleger haben Anleihen des insolventen italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat gezeichnet, schätzt der Präsident des Interessenverbandes für Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger. Die meisten hätten Summen zwischen 10.000 und 100.000 Euro gezeichnet. Das gesamte von Österreichern in Parmalat-Anleihen angelegte Geldvolumen dürfte sich "sehr grob geschätzt" auf rund 25 Mio. Euro belaufen.

Betroffene österreichische Geschädigte könnten sich an die IVA wenden. Diese würde die Ansprüche an ihre italienische Partneragentur weiterleiten, sagte Rasinger. Denn im Gegensatz zu Österreich, wo es für solche Fälle eine Kuratorlösung gebe, müsse man sich in Italien melden. Deshalb habe die IVA auch ein dafür notwendiges Formular ins Deutsche übersetzt. Für einen ersten Teil von Betroffenen, die erst nach dem 11. November 2003 Parmalat-Anleihen gezeichnet hatten, sei bereits eine Lösung gefunden worden.

Das ganze Verfahren werde sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Viele Anleger würden noch davon ausgehen, dass sie 100 Prozent zurückbekommen könnten. "Maximal 40 Prozent wären aber super", glaubt dagegen Rasinger an eine deutlich geringere Quote. Der Österreicher sei in dieser Hinsicht eher passiv, beklage sich und finde sich in sein Schicksal. Er bräuchte viel Motivation, um selbst aktiv zu werden, so der Anlegerschützer.
(apa, red)

20.2.2004 12:56