Töchtertag in Wien: Mädchen erobern Männerdomänen
- Weibliche Sprösslinge begleiten ihre Eltern am 29. April 2004 in die Arbeit

Berufsinformation für Mädchen steht am 29. April 2004 im Mittelpunkt des dritten Wiener Töchtertags. Die jungen Frauen im Alter zwischen elf und 16 Jahren können dabei ihre Eltern in ihre Arbeitsstellen in Industriebetrieben, Medien oder Ämtern begleiten und einen Einblick in Berufsfelder abseits der gängigen Rollenmuster bekommen.
Erstmals gibt es auch eine Kooperation mit der slowakischen Hauptstadt Preßburg.
Zwei Monate vor dem Töchtertag haben sich bereits 38 Betriebe - Verbund, Austrian Airlines, ORF Wien, Siemens oder die Vereinigten Bühnen - zur Teilnahme bereit erklärt. Im Vorjahr hatten erst 17 Firmen teilgenommen.
Hintergrund der Aktion: Junge Frauen verfügen über eine besonders gute schulische Ausbildung, entscheiden sich aber immer noch überproportional häufig für sogenannte "typisch weibliche" Berufe und Studienfächer.
Die Folge ist eine Teilung des Arbeitsmarktes nach Geschlechtern: In pflegenden und sozialen Berufen und überall dort, wo es kommunikativer Fähigkeiten bedarf, sind Frauen in der Mehrheit. In den - oftmals besser bezahlten - technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Jobs dominieren die Männer.
Für interessierte Firmen hat das Frauenbüro der Stadt ein eigenes Töchtertagbüro eingerichtet. Mitarbeiter der Unternehmen können am 29. April ihre Töchter und deren beste Freundinnen in die Arbeit mitbringen.
(apa, red)
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