Talsohle für heimische IT-Anbieter durchschritten
Die Talsohle in der österreichischen Informationstechnologie (IT) dürfte nach Ansicht des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) durchschritten sein. Denn die heimischen Sachgütererzeuger planen ihre Ausgaben für Hard- und Software 2004 kräftig auszuweiten, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Wifo-Investitionstest hervorgeht.
Damit setze sich die Verschiebung der Investitionen zu Gunsten von Maschinen sowie Informations- und Kommunikationstechnologien fort, während in Bauten deutlich weniger investiert werde, so das Wifo.
Um 10,4 Prozent mehr will die Sachgütererzeugung laut Wifo in Hardware investieren, nachdem bisher Investitionspläne verschoben oder zeitlich gestreckt worden seien. Diese Steigerung sollte neben erhöhten Ausgaben für Schulung und Beratung auch um 4 Prozent höhere Softwareinvestitionen nach sich ziehen. Unter dem Strich hält das Wifo den Anteil der Informations- und Kommunikationstechnologien an Gesamtinvestitionen der Sachgüterzeugung trotz des steigenden Trends mit für 2004 zu erwarteten 5,1 Prozent noch für gering.
Insgesamt zählen die heimischen Sachgütererzeuger allerdings 2004 mit einem geringen Rückgang um nominell 0,3 Prozent zum Vorjahr zu den Investitionsmuffel in Österreich. Ihre Investitionen im Gegensatz kräftig ausweiten wollen besonders Österreichs Versorgungsbetriebe. Um ein Fünftel planen die Verkehrs-, Strom-, und Sondergesellschaften ihre Investitionsausgaben im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. In der Bauwirtschaft erwartet das Wifo heuer ein um 4 Prozent höheres Investitionsvolumen.
Unter den Sachgüterzeugern werden sich die Investitionen 2004 laut Wifo sehr unterschiedlich entwickeln: Während die Kfz-Branche (minus 21,1 Prozent) und die Investitionsgüterindustrie (minus 19,5 Prozent) eine deutliche Kürzung beabsichtigen, planen die Hersteller von Vor- und Zwischenprodukten eine Ausweitung um 12,1 Prozent.
(apa)
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