Freitag, 20. Februar 2004

Schmale Börsen: Österreicher geben weniger im Einzelhandel aus

  • Fasching: 32 Mio. Euro fließen zum Spielwarenhanel
  • Größten privaten Ausgaben für Lebensmittel und Wohnung

Die Österreicher sparen, wo's geht, stellen Marktforscher fest, vor allem bei der Mode. Immer mehr Ausgaben der Haushalte fließen am Einzelhandel vorbei. Überdurchschnittlich stark angewachsen sind Ausgaben für Wohnung, aber auch Bildung und Erholung. Was nicht dringend angeschafft werden muss, wird auf später verschoben. Das traf vor allem die Autobranche. Auch beim Urlaub wurde gespart.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Wiener Consulting-Unternehmen RegioPlan in einer aktuellen Studie über die Verbrauchsausgaben in Österreich. Obwohl die durchschnittlichen Ausgaben der privaten Haushalte von 1998 bis 2003 um 16 Prozent von 26.350 auf 30.550 Euro gestiegen sind, kann sich der Handel von diesem Kuchen zunehmend weniger abschneiden. Während sich der Anteil der nicht handelsrelevanten Ausgaben (Wohnung und Energie sowie Bildung und Erholung) 2002 auf 22 Prozent belief, lagen diese Ausgaben 2003 bei 23,1 Prozent.

Lebensmittel und Wohnung liegen in Führung
Für den privaten Konsum wurden 2003 pro Haushalt rund 30.550 Euro ausgegeben, wobei für Essen und Trinken sowie Wohnung mit 18,4 Prozent bzw. 18,1 Prozent anteilsmäßig die größten Ausgaben gemacht wurden. Auf Verkehr und Kommunikation entfiel mit 5.179,30 Euro ein Anteil von 17 Prozent.

Nur gering gestiegen sind im vergangenen Jahr die Ausgaben für Bekleidung, Verkehr und Kommunikation sowie Einrichtung und Hausrat. Vor allem der Bekleidungssektor ist RegioPlan zufolge von der Veränderung der Verbrauchsausgaben betroffen.

Überdurchschnittlich gestiegen sind 2003 die Ausgaben für Wohnen sowie Bildung und Erholung. Verschoben werden dagegen die Ausgaben, die nicht dringend getätigt werden müssen. Waren 2002 noch 1.840 Euro für Pkw-Anschaffung ausgegeben worden, so waren es im Jahr 2003 nur noch 1.779 Euro. Auch beim Urlaubsbudget wird der Gürtel ein wenig enger geschnallt: Nach 951 Euro 2002 werden pro Haushalt nun noch 944 Euro ausgegeben.

(apa)

20.2.2004 08:50