Tarif-Konflikte: Dt. Zeitungsredakteure streiken weiter
- Tarifverhandlungen werden am Dienstag fortgesetzt
Im festgefahrenen Tarifkonflikt an den deutschen Tageszeitungen setzen die Redakteure ihre Streiks fort. "Die flexiblen Streiks gehen weiter", sagte der Sprecher des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Hendrik Zörner, am Donnerstag in Berlin. Rund 1.000 Redakteure hätten erneut ihre Arbeit niedergelegt.
Schwerpunkt sei Niedersachsen. Darüber hinaus gebe es aber auch Aktionen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hessen. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sind die Streiks deutlich zurückgegangen. Es seien nur Aktionen in zehn Zeitungshäusern bekannt, sagte BDZV-Sprecher Hans-Joachim Fuhrmann.
Am kommenden Dienstag (24.2.) werden die Tarifverhandlungen für die 14.000 Zeitungsredakteure fortgesetzt. Die 7. Verhandlungsrunde war am Montag ergebnislos vertagt worden. Der DJV kündigte auch für die kommenden Tage Streiks an. "Die Forderungen des BDZV sind nicht akzeptabel", sagte Zörner. Zwischen der von den Verlegern dargestellten wirtschaftlichen Situation und der Realität klaffe eine Lücke.
Nach Angaben des DJVs werden viele Zeitungen nur noch mit Hilfe von freien Journalisten und Streikbrechern gemacht. "Man sieht es den Blättern optisch nicht an, aber die Qualität der Berichterstattung leidet", sagte Zörner.
Umstritten sind zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften weiterhin die Zahl der Urlaubstage, das Urlaubsgeld sowie Gehaltserhöhungen. Der BDZV wandte sich am Donnerstag mit Flugblättern an alle Zeitungsredakteure. Die Verleger bekräftigen darin nochmals, dass die Verkürzung der Urlaubszeit keinen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge habe. (APA/Red.)
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