Donnerstag, 19. Februar 2004

Wirtschaftsfaktor Fasching: Österreicher geben 32 Mio. Euro aus

  • Am meisten profitieren Spielwarenhandel und Gastronomie
  • Aber: Nur 22 Prozent geben Geld für Faschingsutensilien aus!!

Der Fasching spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle als Wirtschaftsfaktor. Rund 32 Mio. Euro geben Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr für Faschingsdekoration und Kostüme aus. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Markant hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Das entspricht rein statistisch Faschingsausgaben von rund 4 Euro pro Kopf, in der Realität geben allerdings "nur" 22 Prozent der Österreicher Geld für Faschingsutensilien aus. Für die rund 1,76 Millionen heimischen Faschingsnarren ergeben sich damit durchschnittliche Ausgaben von 18,2 Euro. Zwei Drittel geben gleich viel aus wie im Vorjahr, 19 Prozent mehr und 15 Prozent weniger.

Am meisten profitiert der Spielwarenhandel
Am meisten vom närrischen Treiben profitiert der heimische Spielwarenhandel, den 32 Prozent der befragten Karnevalisten aufsuchen. Dahinter folgen in der Umfrage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, der Papierhandel (28 Prozent), gefolgt vom Lebensmittel- (24), Drogerie- (18) und Textilhandel (13 Prozent). Vergleichsweise abgeschlagen liegen der Kostümverleih mit 9 Prozent, dahinter folgen nur noch Baumärkte (7), der Versandhandel (3) sowie Trafiken, in denen 2 Prozent der Faschingsnarren ihren Bedarf stillen, genauso viele wie im Vertriebskanal Internet.

Gastronomie zweitgrößter Profiteur
Zu den großen Profiteuren des Fasching gehört auch die Gastronomie: Fast ein Drittel - 31 Prozent - der 1.000 telefonisch Befragten gibt an, wegen Faschingsfeierlichkeiten Geld in Gastwirtschaften zu "investieren". Dies trifft vor allem für Männer zu, was die Studienautoren damit begründen, "dass in Lokalen häufiger Männer die Rechnungen begleichen". Für fast ein Drittel übersteigt die zu bezahlende Zeche 30 Euro.

Jeder 2. Österreicher "Faschingsmuffel"
15 Prozent der Österreicher geben Geld für Kostüme aus, vor allem Frauen und Personen unter 40 Jahre. Für bunte Dekorationen wie Girlanden, Lampions oder Luftschlangen zücken immerhin 12 Prozent ihre Brieftaschen. Am größten ist aber die Gruppe der "Faschingsmuffel": Jeder zweite Österreicher gibt an, keine zusätzlichen Ausgaben wegen des Faschings zu haben. (APA/Red.)

19.2.2004 14:48