Mitsubishi Motors: Autobauer mit 600 Mio. Verlust
- Aktionärsversammlung soll über Kapitalerhöhung entscheiden
- Geringer Absatz im Nordamerika-Geschäft als Ursache
·Dt. Automarkt
Im Februar 4% unter dem Vorjahr
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Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors wird im Fiskaljahr 2003/04 nach Angaben aus Unternehmenskreisen wahrscheinlich mit einem Nettoverlust von 80 Milliarden Yen (rund 590 Millionen Euro) bilanzieren. Im November hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 11 Milliarden Yen prognostiziert.
Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte Mitsubishi Motors einen Gewinn von 37,36 Milliarden Yen erwirtschaftet. In Branchenkreisen in Tokio hatte es zuvor geheißen, Mitsubishi werde bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal am Donnerstag erneut seine Ergebnisprognosen nach unten korrigieren.
Für April stellte das Unternehmen am Donnerstag in Tokio eine Aktionärsversammlung in Aussicht, auf der über eine Kapitalerhöhung entschieden werden soll.
Großaktionär DaimlerChrysler teilte auf seiner Bilanzpressekonferenz in Sindelfingen mit, der neue Geschäftsplan von Mitsubishi Motors sei für eine Kapitalerhöhung eine solide Grundlage. DaimlerChrysler ist an dem viertgrößten japanischen Autobauer mit 37 Prozent beteiligt.
Mitsubishi erwartet für das Geschäftsjahr, das am 31. März endet, nun einen operativen Verlust von 105 Mrd. Yen (774 Mio. Euro). Vor drei Monaten prognostizierte Mitsubishi Motors noch einen Verlust von 45 Mrd. Yen.
Der Nettoverlust wird den Angaben zufolge 72 Mrd. Yen (rund 530 Mio. Euro) betragen. Im November hatte Mitsubishi Motors noch einen Nettoverlust von elf Mrd. Yen prognostiziert. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 37,36 Mrd. Yen erwirtschaftet.
Hintergrund für den erwarteten Verlust ist vor allem der geringere Absatz auf dem wichtigsten US-Markt. In seinem Nordamerika-Geschäft rechnet Mitsubishi Motors im Geschäftsjahr 2003/2004 mit einem operativen Verlust von 145 Mrd. Yen. Die Erwartungen für den weltweiten Absatz senkte das Unternehmen um 60.000 auf 1,52 Mio. Einheiten.
Der unter Druck stehende Unternehmenschef Rolf Eckrodt sagte, ein neuer mittelfristiger Geschäftsplan für Mitsubishi Motors werde vom Großaktionär DaimlerChrysler und anderen Firmen der Mitsubishi-Gruppe mitgetragen. (APA/Red.)
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