Güssinger Mineralwasser: Firma meldet Konkurs an
- Knapp 50 Mitarbeiter seit Ende 2003 ohne Löhne

Die traditionsreiche Mineralwasserfirma Güssinger ist in die Insolvenz geschlittert. Konkurseröffnung war am 19. Februar. Man arbeite aber massiv daran, den Betrieb zu retten und die Arbeitsplätze - knapp 50 - zu erhalten, denn "die Auftragsbücher sind voll", erklärte Mehrheitseigentümer Markus Knoll, ein Rechtsanwalt aus Innsbruck.
Eine Auffanggesellschaft soll den Betrieb weiterführen. Knoll will bereits einen Investor zur Hand haben, der zum Einstieg bei Güssinger bereit ist. Als Grund für die Schwierigkeiten der Mineralwasserfirma nannte Knoll Probleme mit der Abwicklung eines ERP-Kredites sowie die Nichteinhaltung einer Liefervereinbarung durch die deutsche Aqua Montana.
Aqua Montana übernahm Güssinger vor zwei Jahren von der BBAG. Damals sei der Betrieb in einem schlechten Zustand gewesen und habe Verluste geschrieben, so Knoll. Man habe ein Investitionsprogramm von knapp 7 Mio. Euro ausgearbeitet, um die Firma konkurrenzfähig zu machen. Es wurde nicht nur in den Betrieb investiert, es musste auch ein Brunnen saniert und ein neuer gebohrt werden. Auch in die Produktion von Limonaden wurde investiert.
Nachdem die knapp 50 Mitarbeiter seit Ende 2003 keine Löhne mehr bekommen haben, erklärten 41 von ihnen am 18. Februar den Austritt. (APA/Red.)
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