Mittwoch, 18. Februar 2004

Wifo-Prognose: BIP wächst bis 2008 um 2,3% jährlich

  • Höheres Wirtschaftswachstum als im Euro-Raum erwartet
  • Wifo-Unternehmensbefragung: Konjunktur erholt sich langsam

Österreichs Wirtschaft wird im Zeitraum 2003 bis 2008 zu konstanten Preisen nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) jährlich um 2,3 Prozent wachsen. Das Wachstum fällt damit etwas höher aus als in den Jahren 1997 bis 2003 mit plus 2,1 Prozent pro Jahr und auch höher als im Euro-Raum (plus 2,1 Prozent).

Das größte Risiko sei derzeit der hohe Euro-Kurs, er könnte das Wachstum europaweit bremsen, warnt das Wifo. Neben den Konjunkturimpulsen aus den USA, die auch in Europa im laufenden Jahr 2004 einen Aufschwung in Gang setzen und für die gesamte Prognose- Periode anhalten sollten, sieht das Wifo für Österreich positive BIP- Effekte unter anderem in der Steuerreform, der EU-Erweiterung und einer besser erwarteten Performance der deutschen Wirtschaft.

Die Wachstumsdynamik in den kommenden Jahren dürfte jedoch nicht ausreichen, um die Arbeitslosenquote in Österreich spürbar zu verringern, schreibt das Wifo in seinem jüngsten Monatsbericht (Februar). Auch am Ende des Prognosezeitraums (2008) werde die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent (nach nationaler Definition bei 6,6 Prozent) liegen.

Das Wirtschaftswachstum der 15 EU-Länder bis 2008 schätzt das Wifo auf 2,2 Prozent pro Jahr, was weiterhin langsamer als in den USA wäre, wo ein Wachstum von 2,9 Prozent veranschlagt sei. In den Industrieländern werde das Wachstumstempo mit 2,5 Prozent pro Jahr annähernd gleich hoch ausfallen wie zwischen 1997 und 2003, in den anderen Ländern werde es sich hingegen merklich beschleunigen. (APA)

18.2.2004 10:33