Eurostat-Daten: Burgenland nicht mehr arme EU-Region
- Wirtschaftsleistung knapp über der Ziel-1-Förderungsgrenze
- Entscheidung noch nicht hunderprozentig fix
Das Burgenland hat wirtschaftlich so weit aufgeholt, dass es derzeit nicht mehr zu den besonders förderwürdigen ärmsten Regionen der Europäischen Union zählt. Das zeigen die neuesten Daten des EU-Amtes für Statistik, Eurostat.
Demnach lag das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Burgenlandes pro Kopf gemessen nach der Kaufkraft 2001 bei 76,2 Prozent des EU-Schnitts und in den drei Jahren 1999 bis 2001 zusammen bei 76,3 Prozent des EU-Schnitts. Um die besonders hohen Ziel-1 Förderungen ab 2007 weiter zu erhalten, müsste die Wirtschaftsleistung unter 75 Prozent des EU-Schnitts liegen, wie dies in der Vergangenheit der Fall war.
Noch ist die endgültige Entscheidung, ob das Burgenland ab 2007 noch einmal als Ziel-1 Gebiet eingestuft wird, nicht gefallen, denn dafür werden die nächsten Jahre mit berücksichtigt. Das Burgenland müsste aber aus heutiger Sicht im Vergleich zum EU-Schnitt zurück fallen, um weiter als Armenhaus zu gelten.
Im Vergleich zur erweiterten EU (EU-25) kommt das Burgenland sogar auf eine Wirtschaftsleistung von 83,9 Prozent. Dennoch werden die EU-Mittel nicht sofort auf Null zurückgefahren. Vielmehr wird es Übergangszahlungen geben.
Österreich insgesamt kam 2001 auf eine Wirtschaftsleistung von 111,9 Prozent des Durchschnitts der EU. Abgesehen vom Burgenland lagen Niederösterreich (92, 3 Prozent), die Steiermark (96,2 Prozent) und Kärnten (96,3 Prozent) unter dem EU-Schnitt. Oberösterreich (108,9 Prozent), Tirol (113,4), Vorarlberg (116,2), Salzburg (123,6) und Wien (152,2) liegen über dem EU-Schnitt.
Wien liegt im Vergleich der Regionen an sechster Stelle. Spitzenreiter ist wieder Inner-London (263) vor Brüssel (217) und Luxemburg (194). Auch Hamburg und der Raum um Paris liegen vor Wien. (APA/Red.)
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