DaimlerChrysler: Autobauer stellt Weichen für Zukunft
- Vertrag von Vorstands-Chef Schrempp bis 2008 verlängert
- Analysten erwarten leichten Verlust beim Autobauer aus Detroit
·Chrysler
USA: Rückrufaktion für 2,7 Mio. Autos!
Der Autokonzern DaimlerChrysler stellt in dieser Woche wichtige Weichen für die Zukunft. Heute wird Vorstandschef Jürgen Schrempp auf der Bilanzpressekonferenz die Perspektiven des Konzerns für dieses Jahr erläutern, wobei vor allem die Lage der kränkelnden US-Sparte Chrysler im Mittelpunkt stehen wird.
"Der Aufsichtsrat hat sich einstimmig für eine Verlängerung des Mandats von Jürgen Schrempp ausgesprochen und beabsichtigt, ihn in seiner nächsten Sitzung für weitere drei Jahre zum Vorstandsvorsitzenden zu bestellen", teilte DaimlerChrysler am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Vertrag des 59-Jährigen wäre im April 2005 ausgelaufen. Nach Aktienrecht kann der Vertrag erst nach der Hauptversammlung am 7. April formal verlängert werden.
Im Mittelpunkt der Bilanzpressekonferenz dürften vor allem die Perspektiven von Chrysler stehen. Unbekannt ist bislang, ob Chrysler nach dem Milliardenverlust zur Jahresmitte noch knapp schwarze Zahlen geschafft hat. Viele Analysten erwarten für 2003 einen leichten Verlust beim Autobauer aus Detroit, der allerdings von den drei großen US-Autokonzernen am stärksten in das neue Jahr gestartet war und mitten in einer großen Produktoffensive mit neun Neuvorstellungen im Jahr 2004 steckt.
Mit bereinigt 5,1 Mrd. Euro hatte DaimlerChrysler 2003 das angekündigte operative Ziel erreicht. Allerdings war der Konzerngewinn vor allem wegen Sonderabschreibungen drastisch von 4,7 Mrd. Euro auf 448 Mio. Euro geschrumpft. Dass die Dividende dennoch unverändert 1,50 Euro betragen soll und damit die Dividendensumme von 1,52 Mrd. Euro den Konzerngewinn deutlich übertrifft, wird als Hinweis gedeutet, dass der Autokonzern die Perspektiven für 2004 positiv betrachtet. (APA/Red.)
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