Montag, 16. Februar 2004

Unterbrochen: Gebührengespräche zwischen AUA und Flughafen

  • Für Fortsetzung gibt es noch keinen konkreten Termin

Ohne konkretes Ergebnis sind die Gebührenverhandlungen zwischen der Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) und dem Flughafen Wien-Schwechat unterbrochen worden. Eine Fortsetzung sei "kurzfristig" geplant, es gebe aber noch keinen neuen Termin. Über den konkreten Inhalt sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es nach der dreistündigen Sitzung von beiden Seiten übereinstimmend.

Die Gespräche seien "konstruktiv" verlaufen, eine "Fülle von Themen" sei besprochen worden. Eine neuerliche Gesprächsrunde in den nächsten Tagen gilt in Branchenexperten als durchaus möglich. Dem Vernehmen nach könnte auch eine Einigung in Reichweite sein. Beide Seiten waren am Montagabend auf Anfrage aber auffallend zurückhaltend - nach diversen Stellungnahmen im Vorfeld der heutigen Gesprächsrunde.

Hintergrund der seit Wochen laufenden Gespräche ist die Forderung der AUA nach einer nachhaltigen Senkung der vom Flughafen Wien verrechneten Tarife, die als zu hoch empfunden werden. Das Thema habe auch Bedeutung für den Standort Wien und Österreich insgesamt, ist man sich grundsätzlich einig.

Im Vorfeld der montägigen Verhandlungsrunde kündigte der Flughafen ein Maßnahmenpaket an, das für alle Airlines, insbesondere aber für die AUA als größtem Kunden, eine "substanzielle Kostenentlastung" bedeuten soll. Bis 2007 soll der Flughafen Wien "im Schnitt um 10 bis 15 Prozent günstiger als Konkurrenz-Airports" sein. Kostenvorteile will Flughafen-Vorstandssprecher Herbert Kaufmann aus dem Wachstum, gemeinsamen Prozessverbesserungen mit den Fluglinien sowie aus Verwaltungseinsparungen erzielen. (apa)

16.2.2004 20:34