Fehlstart: Selbst Stronach verschlug es nach 0:1-Blamage Austrias die Stimme
- Löw kündigt gegen GAK Wiedergutmachung an
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·0:1 vs Pasching
Austria startet mit einer Niederlage
·Optimaler Start
4:1-Sieg des GAK in Mattersburg
·Gerechtes 1:1
Ein Punkt für Rapid in Bregenz
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
·"Tiger Team"
Stronach stand kurz vor dem Rücktritt
·Frank Stronach
Das plant er für die "Bundesliga Neu"!
·"Surreal"
Die Reaktionen auf Stronach-Vorschlag
Die propagierte Harmonie, die eingekehrte Kameradschaft und den neuen Teamgeist in den Reihen von Austria Memphis Magna sahen die 6.300 Zuschauer am Samstag bei eisigen Temperaturen und böigem Wind im Horr-Stadion nur vor dem Anpfiff zum Fußball-Frühjahr. Da hatten die violetten Favoriten nach Eishockey-Vorbild einen Kreis gebildet, einander die Arme auf die Schultern gelegt und den Rütlischwur abgelegt. Am Ende gab es gegen FC Superfund statt den drei programmierten Zählern mit dem 0:1 aber eine Blamage par excellence.
Selbst dem sonst redselige Austria-Mäzen Frank Stronach verschlug es nach der dürftigen Darbietung des Meisters, der meilenweit von meisterlicher Form entfernt war, seine Stimme. "Kein Kommentar", ließ er aus seiner Loge durch Statthalter Andreas Rudas ausrichten. Austrias Vizepräsident gab die gedrückte Stimmung in der Chef-Loge wider, in dem er kopfschüttelnd sagte: "Das war ein harter Rückschlag für uns." Die Enttäuschung stand allen im violetten Lager sichtlich ins Gesicht geschrieben.
"Die Niederlage geht in Ordnung, die Paschinger standen sicher und konterten stark", kommentierte Trainer Löw nüchtern. Nicht nur der völlig farblose Janocko, sondern auch viele andere hätten nicht das gebracht, was man von ihnen erwarte. Nach Ausreden suchte niemand, auch der Deutsche ließ keine gelten, "wenngleich es der starke Wind und der harte, holprige Boden nicht einfach gemacht" hätten. "Wir haben zu Beginn das falsche Mittel gewählt und die Bälle gegen den Wind hoch nach vorne geschlagen."
Nach dem Goldtor der Gäste durch Roland Kirchler in der 31. Minute gesellten sich ins Austria-Spiel auch noch Nervosität. "Wir kamen nie ins Spiel, kombinierten nicht flüssig, fanden nur wenige Chancen vor, hatten nicht die Sicherheit und vernachlässigten das Spiel ohne Ball", analysierte Löw. Dessen Kapitän Michael Wagner, der mit einem Ellbogen-Check und einem Tritt am Rande des Ausschlusses gewandelt war, fügte selbstkritisch hinzu: "Wir machten genau das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen haben."
Intern wird Löw sicher noch viele Gespräche mit seiner Truppe führen, aber schon unmittelbar nach dem klassischen Fehlstart kündigte er an: "Nächste Woche in Graz gegen den GAK wollen wir Wiedergutmachung!" Auch sein Widerpart Georg Zellhofer, dessen Mannschaft mit fünf Ex-Austrianern nur in den ersten Minuten Probleme hatte, sich auf die Austria einzustellen, richtete seinen Blick nach vorne: "Der verdiente Sieg ist für uns eine unheimliche Motivation für den weiteren Verlauf der Meisterschaft."
Kirchler, der in der 59. Minute das 2:0 auf dem Fuß hatte, den Ball aber aus rund elf Metern über die Latte donnerte, hatte nach getaner und letztlich erfolgreicher Arbeit leicht lachen. "Gegen den Wind war es fast schwieriger als gegen die Austria", meinte er mit einem Augenzwinkern. "Roli" fühlt sich wie zu alten Tiroler Fußball-Zeiten. "Patrick Jezek ging links durch und ich war in der Mitten zur Stelle", schwärmte der Mittelfeldspieler, der gleichzeitig auch auf die Bremse steigt: "Wir dürfen nun nicht euphorisch werden."
(apa/red)
