Donnerstag, 19. Februar 2004

Kampf um den Meistertitel: GAK "kann und will, muss aber nicht..."

  • Minimalziel für Schachner ist Platz unter den ersten Drei
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Seit der Saison 1998/99 spielt nur ein österreichischer Verein jedes Jahr im Fußball-Europacup: Der GAK. Damit dies auch so bleibt, hat Walter Schachner für die Frühjahrssaison der T Mobile-Bundesliga als Minimalziel einen Platz unter den ersten Drei ausgegeben. Selbst der Titel ist für den Trainer der Rotjacken kein Tabuthema: "Wir wollen und wir können, aber wir müssen nicht Meister werden. Nur die Austria muss!"

Während bei den Violetten in Europa einige Zeit lila Pause angesagt war, Rapid in den vergangenen beiden Jahren internationale Spiele nur im Trainingslager bestritt und auch der SK Sturm die Champions League nur mehr im TV mitverfolgen durfte, war der GAK ständig im europäischen Wettbewerb vertreten. Zuletzt gab es sogar zwei Mal die Chance auf den Einzug in die Millionenliga, aber Lok Moskau und Ajax Amsterdam stoppten die Träume von den ganz großen Geldtöpfen. Heuer hat nur Österreichs Meister die Gelegenheit, in der Champions-League-Qualifikation sein Glück versuchen zu dürfen, doch auf einen Meistertitel musste der GAK bisher vergeblich warten.

Grazer haben sich verstärkt
Damit sich dies ändern soll, wurde kräftig investiert: Mit dem bosnischen Mittelfeldspieler Samir Muratovic, Angriffs-Hoffnung Dominic Hassler und dem tschechischen Internationalen Libor Sionko kam ein Trio, welches Vereins-Präsident Rudi Roth optimistisch stimmte. Der Klub-Chef reiste zum Trainingslager nach Italien und gab dort bei der Einladung zum Fischessen eine klare Devise aus: "Ein Platz besser als vergangene Saison." Damals wurde der GAK Zweiter.

Austria für Schachner Favorit
"Muratovic hat Auslandserfahrung und Hassler verfügt über Riesenpotenzial. Bei Sionko braucht man über seine Qualität nicht reden, aber er ist spät zu uns gekommen. Außerdem hat sich diesmal der Verein am meisten verstärkt, der sich gar nicht verstärkt hat: Die Austria", bleibt Schachner jedoch trotz seiner Neuzugänge angesichts vier Punkten Rückstand auf den Titelverteidiger vorsichtig. "Viel spielt sich im Kopf ab", betont der Ex-Coach des Titelrivalen, der im Oktober 2002 nach seiner Ausbootung in Graz angeheuert hatte, auch seine Vorliebe für Mentalbetreuer.

(apa/red)

19.2.2004 09:49