Mittwoch, 18. Februar 2004

Kampf gegen den Abstieg: FC Kärnten gibt nicht auf

  • Neo-Coach Pacult zuversichtlich: "Habe sehr gutes Gefühl"
  • PLUS: Alle Infos zur T-Mobile Bundesliga!

Dem FC Kärnten steht eine extrem schwierige Frühjahrssaison bevor: Die Klagenfurter rangieren in der Fußball-Bundesliga mit vier Punkten Rückstand auf Sturm Graz und der weit schlechteren Tordifferenz an letzter Stelle. Trotzdem ist der Abstieg derzeit kein Thema. Die Saisonauftakt-Pressekonferenz am Mittwoch in Klagenfurt stand unter dem Motto "Die große Aufholjagd". Der neue Trainer Peter Pacult sprach von einem "sehr guten Gefühl". Großen Druck verspüre er keinen, nur eine "gewisse Anspannung".

"Eine Mannschaft zu übernehmen, die einen sicheren Mittelfeldplatz hat, ist keine Kunst", sagte der Wiener. "Kunst wird es hingegen sein, dem Abstieg zu entrinnen." Dazu werden aus seiner Sicht 40 Punkte erforderlich sein. Um dies zu erreichen, werden aus den 16 Frühjahrsspielen 26 notwendig sein. Oder anderes gerechnet: Zumindest jede zweite Partie muss gewonnen werden. Pacult ist überzeugt, dies zu schaffen. "Sonst hätte ich die Mannschaft nicht übernommen, sondern wäre ein halbes Jahr spazieren gegangen. Da hätte ich sogar mehr Geld bekommen."

"Das Potenzial ist vorhanden"
Der Trainer setzt auf die gute Vorbereitung. In drei Trainingslagern sei "hervorragend gearbeitet" worden. Jetzt gelte es, dies in den Spielen umzusetzen. "Das Potenzial für den Weiterverbleib ist vorhanden. Diese Mannschaft müsste eigentlich um die Plätze vier bis sieben spielen." Den Spielern müsse allerdings im Kopf klar sein, dass sie Letzte sind. Daher gelte es, sich noch mehr anzustrengen und weniger Fehler zu machen.

Wer wird Einsergoalie?
Zum Auftakt am Samstag daheim gegen Admira Mödling fehlt Verteidiger Christian Prawda (an Angina erkrankt) ganz sicher, hinter Jürgen Kampel steht ein Fragezeichen, Stürmer Peter Kabat liegt derzeit mit Fieber im Bett. Entschieden hat Pacult bereits die Tormannfrage, doch er will erst am Spieltag mitteilen, ob er Roland Goriupp oder Neuerwerbung Zeljko Pavlovic vertraut.

Zuversichtlich gibt sich auch die Führungscrew mit dem geschäftsführenden Präsidenten Josef Steindorfer ("Alle wissen, worum es geht"), Manager Günter Hafner ("Ich bitte um Schonfrist für die Neuen") und Sportdirektor Dietmar Constantini ("Ich bin sicher, dass wir es gemeinsam schaffen werden").

Kärnten braucht Geld
Präsentiert wurde das neue Logo mit der Dachmarke Kärnten, welches am Samstag erstmals auf den Dressen aufscheinen wird. Zum Konkurs von Sponsor Spero meinte Steindorfer, der Klub arbeite daran, diese Lücke zu füllen. Um die sechs neuen Spieler finanzieren zu können, seien "Vorgriffe auf das neue Budget" notwendig gewesen. Hafner teilte mit, dass der derzeit verletzte Deutsche Ansgar Brinkmann nur dann Geld erhalte, "wenn er auch spielt und wir gewinnen".

(apa)

18.2.2004 14:20