Safars Kampfansage: "Akzeptiere die Ersatzrolle nicht"
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Der Austria-Mäzen im Interview
Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit hat sich Austria Memphis Manga auf dem Fußball-Transfermarkt diesmal auffällig zurückgehalten. Der einzige Neue im Kader, Szabolcs Safar, hat dabei seinen Platz vorerst auf der Ersatzbank. Das entschied Trainer Joachim Löw schon im Trainingslager in Marbella. Doch der gebürtige Ungar sagt Einser-Goalie Joey Didulica den Kampf an.
"Joey Didulica hat den kleinen Vorteil, die Mannschaft schon zu kennen", begründete der Deutsche, der dem Mandl-Ersatzmann dennoch hohes Lob und Qualität zollt. Joey spüre den Druck vom Neuen, er sei gefordert und das sei gut. Sie haben zueinander ein gutes Verhältnis und stacheln einander auf.
"Schaffi" gibt sich kämpferisch
Vorschusslorbeeren und Anerkennung gut und schön, doch Safar will mehr. "Schaffi", wie der gebürtige Ungar mit österreichischem Pass von seinen Freunden gerufen wird, sagt Austrias Nummer eins den Kampf um das violette Tormann-Leiberl an. Symbolisch hat er es mit dem Einser am Rücken schon an, während Didulica den Zwölfer trägt. "Dass ich die Ersatzrolle nicht akzeptiere, ist doch klar. Ich gebe mich sicher nicht damit und mit einem netten Leben hier zufrieden", sagte der 29-Jährige, der vom Sternzeichen ein Löwe ist, kämpferisch.
Ziel ist die Champions League
Der Ex-Salzburger, der über Spartak Moskau ("Weder meine Familie noch ich haben sich in der Stadt und im Verein wohl gefühlt") nach Österreich zurückgefunden hat, nimmt zur Kenntnis, dass Didulica am Beginn der Frühjahrssaison das Gehäuse hüten wird. "Doch ich verspreche jetzt schon: Ich werde sicher nicht aufgeben und arbeite auf meine Chance hin, und die wird kommen", glaubt Safar, der mit den Wienern Meister werden und in die Champions League will.
Gute Chemie
Anpassungsprobleme hatte er in neuer Umgebung am Verteilerkreis keine, der Kontakt sei reibungslos über die Bühne gegangen. "Man spürt die gute Chemie in der Truppe. Sportdirektor Günter Kronsteiner und Richi Kitzbichler kenne ich außerdem aus Salzburger Zeiten", erzählt der langmähnige Schlussmann. Einer, der am Samstag wohl neben ihm Platz nimmt, wird Thomas Flögel sein. Er hat sich überzeugen lassen, wie wichtig er bei einem Ausfall für die Austria sein kann.
"Rata" unter der Haube
"Er ist wieder nahe dran an der Elf", meint Löw zum Edelreservisten mit Team-Erfahrung. Überhaupt nicht dabei sind am Samstag die gesperrten Dospel und Vastic. Ivo hat den Kampf um ein Leiberl im Mittelfeld oder im Sturm angenommen: "Ich spiele dort, wo mich der Trainer einsetzt und ich der Mannschaft helfen kann." Auch aus diesen Worten klingt Harmonie, die Krzysztof Ratajczyk diese Woche abseits des Fußballs gefunden hat. Der Pole heiratete seine Edyta.
(apa/red)
