Dienstag, 17. Februar 2004

T-Mobile Bundesliga: Mit 96 Legionären ins Frühjahr

  • Salzburg, Austria, Bregenz und Kärnten mit meisten Legionären
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Ausländische Fußball-Profis stehen in der österreichischen T-Mobile-Bundesliga weiter hoch im Kurs. 96 Legionäre aus 31 Ländern und allen Kontinenten stehen bei den zehn Klubs der höchsten Spielkasse unter Vertrag, wenn am Samstag die Frühjahrssaison mit der 21. Runde angepfiffen wird. Nicht mitgerechnet sind dabei Szabolcz Safar (Austria), George Datoru (Pasching), Vladimir Jugovic und Dusan Petrovic (beide Admira) sowie Sergej Mandreko (Mattersburg), die alle einen österreichischen Pass besitzen.

Seit Jahren wird eine Reduzierung der Legionäre diskutiert, wurden Gentlemen Agreements abgeschlossen, Regelwerke erschaffen und wird im Hinblick auf die Heim-EM 2008 der österreichische Weg eingefordert. Die Ergebnisse sind bescheiden. Die Anzahl der Legionäre bleibt auf hohem Niveau, nachdem im Dezember 1995 mit dem Bosman-Urteil EU-Ausländer den Österreichern gleich gestellt wurden.

Mehr Legionäre seit Bosman-Urteil
Waren in der Saison 1994/95, also in der Ära vor Bosman, nur 33 Kicker aus dem Ausland in Österreichs höchster Liga unter Vertrag, verdoppelte sich die Zahl bis zum Frühjahr 1997 (63) beinahe, im Frühjahr 1999 stieg die Zahl auf über 80, erreichte im Juli 2002 90 und hält sich seitdem in diesem Bereich und darüber.

SV Salzburg mit den meisten Ausländern
Die meisten Legionäre hat der SV Salzburg unter Vertrag (14), knapp dahinter folgen Tabellenführer Austria Wien und SW Bregenz (je 13) sowie Schlusslicht FC Kärnten (12). Eine interessante Entwicklung haben Salzburg und Kärnten hinter sich, im Kampf um den Klassenerhalt haben beide Vereine kräftig importiert. Vor dem Start der Meisterschaft 2003/04 hatte Salzburg im Juli des Vorjahres nur sechs Legionäre unter Vertrag, hat diese Zahl aber mehr als verdoppelt. Kärnten hat sein Kontingent von acht auf zwölf aufgestockt.

Sturm hat abgebaut
Den umgekehrten Weg ist Sturm Graz gegangen. Die Steirer hatten im Sommer noch 13 Legionäre unter Vertrag, reduzierten aber mittlerweile auf neun und stehen damit auf einer Stufe mit Rapid. Der GAK, Admira und Mattersburg bauen auf sieben Legionäre, der FC Superfund Pasching ist mit fünf Legionären unverändert der Österreicher-Klub.

Kroatien ist Herkunftsland Nummer eins
Herkunftsland Nummer eins ist Kroatien, das mit elf Spielern vertreten ist. Dahinter folgen Polen (9), Deutschland (8), Bosnien (7) und Ungarn (6).

Ausländerbestimmung "im rechtsfreien Raum"
Rechtlich, so gab die Vereinigung der Fußballer (VdF) vergangenen Woche bekannt, schwebt die Ausländerbestimmung "derzeit im rechtsfreien Raum", da es nie einen Erlass zur Ausländerregelung gegeben habe. Festgelegt war, dass für die laufende Saison sieben Arbeitsbewilligungen für Nicht-EU-Ausländer zur Verfügung stehen, Spieler aus den EWR-Staaten sowie Kicker mit Befreiungsschein, Niederlassungsbewilligung und Hoffnungsträger fallen nicht in dieses Kontingent. Ab der Saison 2004/05 soll eine Reduzierung auf fünf und in der Saison 2005/06 eine Reduzierung auf vier Plätze erfolgen.

(apa/red)

17.2.2004 10:11